Ab Sommer keine Geburten mehr im Krankenhaus Gerolstein

Ab Sommer keine Geburten mehr im Krankenhaus Gerolstein

Das Krankenhaus Gerolstein schließt zum 1. Juli dieses Jahres seine Geburtshilfestation. Das hat Michael Osypka, Geschäftsführer des Trägers, der Marienhaus GmbH in Waldbreitbach, bekanntgegeben. Das Gerolsteiner Krankenhaus bildet mit den Krankenhäusern in Bitburg und Neuerburg den Verbund Marienhaus-Klinikum Eifel.


Auslöser für die Entscheidung, die der Träger laut Osypka "schweren Herzens" gefällt habe, sei die Kündigung der drei Beleghebammen zum 30. Juni gewesen. Osypka: "Somit ist eine sichere Versorgung der werdenden Mütter und der Neugeborenen nicht mehr ausreichend gewährleistet."

Eine weitere Rolle habe gespielt, dass auch bereits in der Vergangenheit der langjährige Belegarzt Karl-Heinz Schnabel, der noch rund drei Jahre praktizieren will, bei Krankheit, Urlaub oder Fortbildung durch das Ärtzeteam aus Bitburg "erheblich unterstützt" worden sei. Außerdem werden auch im Krankenhaus in Gerolstein seit Jahren sinkende Geburtenzahlen registriert.

So sagte denn auch der ärztliche Direktor, Professor Dr. med. Christian Blöchle: "Wir haben von Jahr zu Jahr überlegt, ob wir noch weitermachen können. Und haben uns bisher stets gesagt: Ja, ein Jahr geht es noch. Unter den jetzigen Umständen haben wir aber erhebliche Zweifel daran, die Anforderungen in puncto Sicherheit 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Bereich der Geburtshilfe zu gewährleisten. Daher die Entscheidung."

Die drei Hebammen hatten gekündigt, weil sie vom Haus mehr finanzielle Unterstützung erwartet hatten. Sie werden künftig in Prüm und Daun arbeiten.

Kündigungen werden laut Geschäftsführung nicht ausgesprochen. Das halbe Dutzend Pflegekräfte der Geburtshilfestation soll in anderen Abteilungen unterkommen.

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