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Abrissarbeiten auf Gerolsteiner Brunnengelände im Zeitplan - 150 Tonnen Asbestplatten gesichert (Fotostrecke)

Abrissarbeiten auf Gerolsteiner Brunnengelände im Zeitplan - 150 Tonnen Asbestplatten gesichert (Fotostrecke)

Der Abriss der alten Werkshallen des Gerolsteiner Brunnens auf dem Gelände in der Brunnenstraße geht zügig voran. Nachdem - wie jetzt sichtbar wird - Dach, Seiten- und Rückwände der Riesenhalle bereits zurückgebaut sind, rücken nun Bagger der bekannten rot-blauen Fassade zu Leibe. Bis Weihnachten sollen die ersten von vier Gebäuden gefallen sein.

Es knarzt, quietscht, rummst, LKWs befördern Container zum nächsten Schutthaufen, werden beladen und verschwinden mit ihrer Fracht. Und es gibt bereits viele Haufen, was von außerhalb des Werksgeländes nicht zu sehen ist, denn die bekannte rot-blaue und rund 240 Meter lange Fassadenfront steht noch. "Bewusst, denn sie diente als Schall-, Sicht- und Staubschutz", erklärt Stephan Böcker, Verantwortlicher der Firma Scherer, die den Abrissauftrag vom Gerolsteiner Brunnen bekommen hat und seit zweieinhalb Monaten beschäftigt ist.

Nun aber wird nach und nach die Sicht frei aufs Werksgelände: Etliche Haufen, manche so hoch wie ein Einfamilienhaus, reihen sich aneinander- Holz, Metall, Bauschutt und in großen Tüten verstautes Material wie Styropor und Glaswolle. "Kontrollierter Rückbau, Trennung, Wiederverwertung", sagt Böcker mit Blick auf die Haufen und fügt hinzu: "Rund 80 Prozent des Materials wird weiterverarbeitet, entweder als Brennstoff oder als Recyclingmaterial." Lediglich die Asbest-platten sowie die Glas- und Mineralwolle werden endgültig entsorgt.

Sie sind in speziellen Plastiktüten verstaut und stehen zur Abfuhr bereit. 8000 Quadratmeter Dachplatten aus asbesthaltigem Eternit hat die Firma Scherer abgebaut. "Und zwar alles von Hand, denn es muss vorsichtig vorgegangen werden. Dazu sind Arbeiter aufs Dach gestiegen, haben jede Platte einzeln losgeschraubt und sachte mit einem Gabelstapler abtransportieren lassen. Denn sie sollen möglichst nicht reißen oder brechen. Zum Schutz der Arbeiter vor einem Absturz wurde die Halle komplett mit Netzten abgehängt." Das alleine habe vier Wochen gedauert, sei aber auch so eingeplant gewesen.

"Es läuft, wir sind im Zeitplan", sagt Böcker und erhält dafür ein zustimmendes Nicken von Michael Becker, dem Projektbeauftragten des Gerolsteiner Brunnens für das alte Werksgelände. Er ist nach eigenem Bekunden jeden Tag auf der Baustelle, spricht sich mit dem Abrissunternehmer ab und richtet sein besonderes Augenmerk auf den Schutz der Quellen, die auf dem Gelände sind. Er fügt hinzu: "Wenn es so weitergeht, nehmen wird uns dieses Jahr auch noch das Kesselhaus vor, das Handwerkergebäude kommt erst ab Frühjahr 2017 an die Reihe, da wir dort erst noch eine Quelle besonders schützen und eine Pumpenanlage umbauen müssen." Und während er noch über die Pumpenanlage spricht, dreht ein Arbeiter ganz in der Nähe den dicken Feuerwehrschlauch auf und spritzt die Werksfassade nass, an der sich Sven Pirovits gerade mit seinem 40-Tonnen-Kettenbagger unsanft zu schaffen macht und es schon wieder knarzt, quietscht und rummst. Nächste Woche dann von beiden Seiten, wie Abrisschef Böcker ankündigt.Extra

Abrissarbeiten auf Gerolsteiner Brunnengelände im Zeitplan - 150 Tonnen Asbestplatten gesichert (Fotostrecke)
Foto: Mario Hübner (mh) ("TV-Upload H?bner"
Abrissarbeiten auf Gerolsteiner Brunnengelände im Zeitplan - 150 Tonnen Asbestplatten gesichert (Fotostrecke)
Foto: Mario Hübner (mh) ("TV-Upload H?bner"

Seit zweieinhalb Monaten ist die Firma Scherer auf der Abbruchbaustelle des Gerolsteiner Brunnens tätig - derzeit mit vier Baggern und durchschnittlich zehn Mitarbeitern. Die abzureißenen Hallen umfassen 18 000 Quadratmeter Grundfläche, 130 000 Kubikmeter umbauten Raum und 17 000 Quadratmeter Dachfläche, von denen bereits ein Großteil abgebaut wurde - unter anderem 8000 Quadratmeter Asbestplatten. mh