Infrastruktur: Abschied von der Buckelpiste: Ausbau kostet 3,5 Millionen Euro

Infrastruktur : Abschied von der Buckelpiste: Ausbau kostet 3,5 Millionen Euro

Baubeginn auf L-46-Teilstück in Daun noch in diesem Jahr? Der LBM hält das für vorstellbar.

Dauerbrenner Ausbau der L 46: ein Thema, mit dem sich die Stadt schon seit Jahren beschäftigt. Wer den Zustand des einige hundert Meter langen Teilstücks zwischen dem Kreisel in der Mehrener Straße und dem Gasthaus Zu den Maaren kennt, wird bestätigen: Hier ist eine Sanierung wahrlich kein Luxus.

Mehrfach stand der Ausbau schon auf der Projektliste des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, wurde aber beispielsweise 2016 verschoben, weil die Strecke als Umgehung für die Arbeiten auf der B 257 bei Wallenborn gebraucht wurde. Fürs laufende Jahr steht das Vorhaben wieder auf der LBM-Liste, und Stadtbürgermeister Martin Robrecht erinnerte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt an die Aussage aus Gerolstein, dass nach der Kirmes mit dem Ausbau begonnen werde.

Das Volksfest ist schon ein paar Wochen her, aber Bagger sind noch nicht zu sehen. Was auch nicht zu erwarten war, denn voraussichtlich nächste Woche werden beim LBM erst die Zustimmungen aller Beteiligten vorliegen.

Und erst dann kann der Auftrag an die Firma Lehnen aus Wittlich offiziell vergeben werden, die sich gegen vier Mitbewerber durchgesetzt hat und den Zuschlag für eine Summe von rund 3,5 Millionen Euro bekommen wird. 2,46 Millionen Euro übernimmt das Land, Kanal- und Wasserleitungen schlagen mit knapp 900 000 Euro zu Buche, die Erneuerung der Gehwege kostet die Stadt 171 000 Euro.

Weitere rund 23 000 Euro investiert sie für die Erneuerung der Entwässerungsleitungen für die Toilettenanlage im Kurpark.

Aber wann kann es denn nun wirklich losgehen? In der Bauausschuss-Sitzung wurden die Mitglieder vom Vertreter der Verbandsgemeinde-Verwaltung darauf eingestimmt, dass „die Tendenz eher nach 2019 geht“. Bruno von Landenberg, stellvertretender Leiter des LBM, hält es aber für realistisch, dass vom Kreisel bis zur Kreuzung Maria-Hilf-Straße – dem ersten von fünf Bauabschnitten – doch noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Auf dem Stück seien keine Kanalarbeiten erforderlich, es sei also nicht zu befürchten, dass eine aufgerissene Straße über den Winter liegen bleiben werde.

Wie lange wird der komplette Ausbau dauern?  Auf den vier Abschnitten von der Kreuzung Maria-Hilf-Straße bis zum Gasthaus Zu den Maaren wird 2019 und 2020 gearbeitet. So lange wird es also mindestens dauern, bis die Mehrener Straße in Angriff genommen wird. Seit dort seit gut einem Jahr auch der Hit-Markt residiert, häufen sich Klagen über das Fehlen vernünftiger Abbiegespuren. 

Was ändert sich durch den Ausbau? Neu gestaltet wird der Bereich Zufahrt nach Gemünden/Gasthaus Zu den Maaren. Damit Schüler und Wanderer die Straße sicher überqueren können, entsteht eine Überquerungshilfe in Form einer breiten Mittelinsel in der Fahrbahn.

Stimmt, hier gibt es Straßenschäden, sogar reichlich: Das Teilstück der Landesstraße 46 ist zwischen dem Kreisel in der Mehrener Straße und der Kreuzung an der Maria-Hilf-Straße ist in miserablem Zustand. Foto: TV/Stephan Sartoris

Davon verspricht man sich eine Reduzierung der Geschwindigkeit der Fahrzeuge aus Richtung Manderscheid/Üdersdorf und damit mehr Sicherheit für Fußgänger. Derzeit gibt es dort zwei Bushaltestellen, davon wird eine verschwinden: die auf der Seite des Gasthauses. Im Bereich des früheren Minigolfplatzes wird es ebenfalls eine Mittelinsel als neue Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer geben.

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