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Abschied von der VG Hillesheim: „Altes geht und Neues kommt“

Kommunalpolitik : Abschied von der VG Hillesheim: „Altes geht und Neues kommt!“

In einer letzten öffentlichen Sitzung blickten Verbandsgemeinderäte und Gäste auf 48 Jahre VG Hillesheim zurück. Ab dem 1. Januar geht sie in der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein auf.

Rund 200 Besucher kommen in die Halle des Hotels Augustinerkloster, um ihrer Verbandsgemeinde „Tschüss“ zu sagen: ehemalige Räte und Ortsbürgermeister, Vertreter der Hillesheimer Schulen und Vereine und auch Bürger, die sich den historischen Moment der allerletzten Sitzung des Verbandsgemeinderates nicht entgehen lassen wollen.

Dementsprechend fallen die Tagesordnungspunkte aus, denn zu Beschließen gibt es an diesem Abend nichts mehr. Ein Rückblick und Ehrungen für langjährige Mitglieder des Verbandsgemeinderates stehen auf dem Programm.

„Alles hat seine Zeit“, sagt der Beauftragte Bernhard Jüngling, der die Amtsgeschäfte der VG im letzten Jahr ihres Bestehens führte. „Altes geht und Neues kommt.“ Jüngling erinnert daran, dass auch die Verbandsgemeinde Hillesheim durch eine Fusion entstanden ist: „Im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1970 kamen von der aufgelösten VG Lissendorf die Gemeinden Basberg, Mirbach, Oberbettingen und Wiesbaum in die neue Verbandsgemeinde Hillesheim, aus der ebenfalls aufgelösten VG Antweiler die Ortsgemeinde Nohn.“

Das habe vor 48 Jahren sehr gut funktioniert, sagt Jüngling. „Auch die bevorstehende Fusion mit Gerolstein und der Oberen Kyll wird auf allen Ebenen gelingen.“Dafür möchte er sich bei all denjenigen bedanken, die im zu Ende gehenden, sehr turbulenten Jahr hart für die Vereinigung der Verbandsgemeinden gearbeitet haben. Auch für ihn persönlich gehe nun eine zwar aufregende, aber auch anstrengende Zeit zu Ende, sagt Bernhard Jüngling im Gespräch.

Er hatte neben seiner Tätigkeit als leitender Beamter in der VG Adenau den Posten des Beauftragten in Hillesheim übernommen. „Jetzt geht es wieder zurück ins normale Leben.“

Jüngling (CDU) ist auch in den neuen Verbandsgemeinderat Gerolstein gewählt worden: „Mal schauen, was die nächsten Wochen bringen.“ Zwei, denen sowohl die Verbandsgemeinde als auch die Stadt Hillesheim viel zu verdanken haben, fehlen in der Runde: Heike Bohn, die Ende 2017 nach vierzehn Jahren im Amt als Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde abgetreten ist - und der amtierende Bürgermeister der Stadt, Matthias Stein. Beide haben sich in der Vergangenheit kritisch zur bevorstehenden Kommunalreform und der Fusion mit Gerolstein geäußert.

Auch der frühere Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein und scheidende Beauftragte Matthias Pauly hält eine kurze Ansprache und geht auf die quälend langen Fusionsgespräche im Vorfeld ein: „Ich weiß, dass es in Hillesheim harte Diskussionen gab, bis der Entschluss zu einem Zusammengehen mit Gerolstein stand. Dafür, dass sie sich für die Fusion entschieden haben, möchte ich Ihnen meinen Respekt aussprechen.“ Die neue Verbandsgemeinde sei gut aufgestellt, nun sei es an der Zeit, den Blick nach vorn zu richten.

Hans Peter Böffgen, ab dem 1. Januar der Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein sagt auf TV-Anfrage: „Die Fusion bringt den Menschen und Betrieben an der Oberen Kyll, im Hillesheimer und im Gerolsteiner Land große Chancen und zusätzliche Möglichkeiten, die wir nutzen werden.“