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Achtung Aprilscherz! Das Meerfelder Maar läuft aus - Dramatischer Wasserschwund wegen tektonischen Verschiebungen

Achtung Aprilscherz! Das Meerfelder Maar läuft aus - Dramatischer Wasserschwund wegen tektonischen Verschiebungen

Große Aufregung in Meerfeld: Aufgrund einer tektonischen Verschiebung im Erdinnern ist der Wasserspiegel des Maares innerhalb weniger Tage dramatisch gesunken. Spezialisten versuchen heute, das Leck am Grund des Kratersees abzudichten. Gelingt dies nicht, läuft das Maar in wenigen Wochen ganz aus.

Anmerkung der Redaktion: April, April: Das Meerfelder Maar ist nicht leck. Aufatmen rund um das Meerfelder Maar: Der Kratersee ist nicht leck. Kein Tropfen Wasser hat er in den vergangenen Tagen verloren, und er droht auch nicht zu einer kleinen Pfütze zu verkommen. Unsere Geschichte war - viele haben es sicher bemerkt - ein Aprilscherz. Anders dagegen die Paketstation an der Obermosel. Das Projekt gibt es wirklich. sim

-----------Originaltext-------------
Eugen Weiler, Ortsbürgermeister der Eifelgemeinde Meerfeld, steht am Ufer des Meerfelder Maares. Er wirkt höchst beunruhigt. "Da, sehen Sie den Strudel in der Mitte des Sees. Das Maar läuft aus."
Der Wasserspiegel ist deutlich gesunken, das Wasser hat sich bereits mehrere Meter vom Ufer zurückgezogen. Einige Fische, die nicht schnell genug den Rückzug schafften, liegen auf dem Trockenen.

Darunter ist auch ein kapitaler Hecht. Die Fische schnappen nach Luft. Heute Mittag werden Tierschützer und Angelfreunde erwartet, die die vom Tode bedrohten Tiere retten wollen. Einer der Petrijünger sagt: "Hecht, Zander, Schleie, Rotauge, Rotfeder, Barsch, Aal, Brasse und bis zu 30 Pfund schwere Karpfen - das Maar bietet einen reichen und ausgefallenen Fischbesatz. Die geretteten Fische setzen wir in anderen Maaren aus."

Ortschef Weiler hat gestern Morgen von der Naturkatastrophe erfahren. Sofort ist er zum Maar geeilt. "Es hat gerauscht, als ob man einen Stöpsel aus einer riesigen Badewanne zieht", sagt der sichtlich betroffene Ortschef. Inzwischen sind Taucher, Geologen und weitere Spezialisten am Maar eingetroffen.

Gestern Mittag hieß es vor Ort, man werde nun versuchen, das Leck am Maargrund mit einem Betonpfropfen abzudichten. Die Aktion soll heute beginnen. Bislang ist die Hälfte, also rund eine Million Kubikmeter Wasser, ausgelaufen.

Professor Karl-Otto Scherzinger vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Tübingen und Abdichtungsexperte erklärt: "In etwa 2500 Meter Tiefe haben sich zwei Erdschichten verschoben. Dadurch riss genau am Maargrund der Erdboden auf einer Länge von etwa zwei Mal fünf Meter auf. Im Moment verliert das Maar etwas weniger Wasser. Wir müssen es dennoch abdichten, um das Landschaftsbild zu erhalten."

Große Sorgen machen sich die Meerfelder Hoteliers. Sie befürchten ein Ausbleiben der Gäste, wenn sich das Maar bis zum Sommer in eine große Pfütze verwandeln sollte.

Frank Weiler, Inhaber des NaturPurHotel Maarblick, sagt: "Kurzfristig können wir vom Katastrophentourismus profitieren, langfristig wird uns ein trockenes Maar aber sehr schaden."

Anmerkung der Redaktion: April, April: Das Meerfelder Maar ist nicht leck. Aufatmen rund um das Meerfelder Maar: Der Kratersee ist nicht leck. Kein Tropfen Wasser hat er in den vergangenen Tagen verloren, und er droht auch nicht zu einer kleinen Pfütze zu verkommen. Unsere Geschichte war - viele haben es sicher bemerkt - ein Aprilscherz. Anders dagegen die Paketstation an der Obermosel. Das Projekt gibt es wirklich. sim