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Adenau Classic 2022: Wenn 110 Oldtimer durch die Eifel fahren​

Adenau : Adenau Classic 2022: Wenn 110 Oldtimer durch die Eifel fahren

Oldtimer-Freunde aufgepasst: Am Wochenende findet nach zwei Jahren Zwangspause erneut die Adenau Classic statt – nun schon zum 30. Mal. Was geplant ist und wo man schöne Fotos machen kann.

(red) Die Adenau Classic gilt laut Veranstalter deutschlandweit als Geheimtipp in der Oldtimerszene. Als 1991 die erste Veranstaltung im Rahmen der 1000 Jahr Feier der Stadt Adenau organisiert wurde, ahnte aber noch niemand, wie erfolgreich diese Veranstaltung werden sollte. Im Laufe der Jahre wurde sie zu einem interessantesten Termin im Veranstaltungskalender für Liebhaber alter Fahrzeuge.

Mit im Programm 1991 war auch eine „touristischen Ausfahrt“ über die Nürburgring-Nordschleife – der Beginn der Nordschleife Pur. Schon damals kamen die „Museumsstücke auf vier Rädern“ ordentlich ins Schnaufen. Bis heute ist diese Etappe ein Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltung.

Das historische Fahrerlager des Nürburgrings ist in diesem Jahr das Basislager für alle Etappen. Rund 110 Teams werden mit ihren Schätzchen an drei Tagen auf abwechslungsreichen Strecken unterwegs sein. Auf der Königsetappe am Samstag, 13-Mai, werden wieder viele Nebenstraßen und interessante Anlaufpunkte zum Star der Rallye.

Auf sehr vielen Kilometern Strecke war Bernd Halffmann vom MSC Adenau in seiner Funktion als Fahrtleiter der „30. Internationalen ADAC Adenau Classic“ mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs, um in Zusammenarbeit mit seinem Team in diesem Jahr eine herausfordernde und schöne Route über drei Tages-Etappen und insgesamt 400 Kilometer zur Rallye auszuarbeiten: Drei Tage lang führt die Rallye dann über die schönsten Strecken und durch malerische Landschaften von Eifel und Hunsrück sowie entlang der Mosel und dem Rhein.

Am Freitag, 13. Mai, werden die 110 Oldtimer im historischen Fahrerlager am Nürburgring um 15.16 Uhr auf die erste Etappe der Rallye geschickt. Über kurvige Landstraßen geht es durch Monreal, rund um Mayen bis zum Schloss Bürresheim und anschließend zu einer Wertungsprüfung in das Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring. Das älteste teilnehmende Fahrzeug ist ein Opel Admiral Cabriolet, Baujahr 1936. Sechs Zylinder, 3600ccm und 70PS stecken unter der Haube.

Am Samstag, 14. Mai, heißt es für die Teilnehmer früh aufstehen. Im historischen Fahrerlager startet das erste Fahrzeug um 8.31 Uhr zur Etappe 2. Über Kelberg geht es entlang der Eifelmaare und der Manderscheider Burgen nach Wittlich und weiter durch den Wallfahrtsort Klausen Richtung Piesport. Schön ist der erste Blick über die sonnigen Weinlagen der Moselhänge. Über die kurvenreiche Abfahrt geht es hinunter zur Mosel.

Auf „enge Tuchfühlung“ mit den Autos und „Benzingespräche“ mit Teilnehmern kann man auch außerhalb des alten Fahrerlagers gegen Mittag bei der Rast im Zylinderhaus in Bernkastel-Kues gehen. Eine weitere Fahrzeugpräsentation gibt es ab circa 13.25 Uhr an der Weinbrunnenhalle in Kröv an der Mosel.

Als ein weiterer besonderer Punkt für schöne Fotos eignet sich die Moselquerung in Bullay. Bei dieser besonderen Brückenkonstruktion ist die Streckenführung des Straßenverkehrs unterhalb der Bahnstrecke. Bevor das Tagesziel, das historische Fahrerlager Nürburgring, an diesem Samstag erreicht wird, gibt es ab etwa 14.55 Uhr noch eine Kaffeepause im Golfressort Cochem. Nach dem Zieleinlauf geht es zur Abendveranstaltung mit Nordschleifen Buffet in das Dorint Hotel am Nürburgring.

Mit der Nordschleife Pur geht es am Sonntag, 15. Mai,  ebenfalls früh los. Um 8 Uhr startet nach einer Einführungsrunde für viele Teilnehmer das Highlight der Rallye. Bei der Nordschleife Pur darf man einfach nur genießen oder dabei die sportlichen Gene der historischen Fahrzeuge wecken.

Ab 10.16 Uhr werden die Teilnehmer die letzte Etappe dieser Jubiläumsveranstaltung unter die Räder nehmen. Gleich nach dem Start teilen sich die Startgruppen auf. Die „sportliche“ Abteilung fährt über Barweiler und Wimbach hinunter nach Adenau und absolviert auf dem Parkplatz am Sportplatz eine Prüfung mit dem Spitznamen „Mini-Indi“. Auf dem Oval gilt es für die Teams wieder, sekundengenau die Lichtschranken zu durchfahren.

Die „touristische“ Abteilung dagegen erreicht Adenau über Herschbroich. Über die Eifelhöhen und durch kleine Täler geht es nach Westen Richtung Nohn. Gemütlich und ohne Zeitdruck erfolgt der Rückweg über Kelberg zum Ring.

Nach dem Mittagsbrunch im Dorint Hotel endet die Adenau Classic mit der Siegerehrung der erfolgreichen Teams im Dorint Hotel.