Ärger über Parksünder

Ärger über Parksünder

Hans-Dieter Wilhelm, Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins Daun, moniert, dass der repräsentative Platz am Hallenbad immer mehr als Parkareal genutzt wird. Er fordert mehr Kontrollen und mehr Einsicht bei den Bürgern.

Daun. Welch ein Unterschied zwischen damals und heute: Noch vor drei Jahren war der Vorplatz am Dauner Hallenbad ein trister Ort, begrenzt von einer wenig ansehnlichen Betonmauer. Ein Areal, das seinen Zweck - vornehmlich als Parkplatz - erfüllte, aber weit entfernt davon war, ein Aushängeschild für die Kreisstadt zu sein. Vor zwei Jahren wurde dann gut eine halbe Million Euro in die Neugestaltung des Platzes investiert. Das Ziel: Aus dem Areal vor allem für den Sommer einen Treffpunkt und Veranstaltungsort machen. Nach der Fertigstellung war die Meinung einhellig, was bei Bauprojekten selten vorkommt: Die Neugestaltung ist gelungen. Als Veranstaltungsort hat sich der Platz, der den Namen des Stadtpatrons, des Heiligen Laurentius, trägt, schon mehrfach bewährt. Also nur ungeteilte Freude über den neuen Platz?

Über den Platz als solchen freut sich Hans-Dieter Wilhelm, der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV) Daun, allerdings ärgert ihn immer wieder die "Zweckentfremdung". Seine Einschätzung: "Es ist viel Geld investiert worden, um einen für Daun repräsentativen Platz zu schaffen, was auch aus meiner Sicht gelungen ist. Allerdings war nicht geplant, dass der Platz wieder wie früher häufig als Parkplatz genutzt wird." Dabei meint er nicht die Behindertenparkplätze, "die müssen sein mit Blick auf Hallenbadnutzung und für Patienten der angrenzenden Physiotherapie-Praxis". Wilhelm ärgert sich über die, die dort widerrechtlich ihre Autos abstellen. Der GVV-Vorsitzende hat den klassischen "Herdentrieb" häufig beobachtet: "Sobald dort ein Auto steht, folgen sofort andere."

Für ihn steht fest: "Es gibt weiß Gott genug Parkplätze in der Stadt, da muss nicht auch noch der Laurentiusplatz dafür herhalten." Er berichtet, dass in den Gremien der Stadt schon häufig über das Thema diskutiert wurde, allerdings noch ohne abschließendes Ergebnis. "Eine komplette Sperrung ist nicht möglich und will auch niemand, aber es muss etwas passieren."

Der Laurentiusplatz als Aushängeschild der Stadt soll - geht es nach Wilhelm - so autofrei wie möglich sein. Um das zu erreichen, plädiert er für mehr Kontrollen und richtet auch einen Appell an die Bürger: "Mit etwas gutem Willen dürfte es doch möglich sein, dass die vielen umliegenden Parkmöglichkeiten genutzt werden und der Laurentiusplatz das sein kann, als was er auch gedacht ist: ein Ort der Ruhe und Erholung."

Liebe Leser, Ihre Meinung ist gefragt: Sollte der Laurentiusplatz so autofrei wie möglich gehalten oder uneingeschränkt als Parkplatz genutzt werden? Haben Sie eine Idee für eine Kompromisslösung? Mailen Sie uns Ihre Meinung und/oder Vorschläge in wenigen Sätzen an eifel-echo@volksfreund.de (Name und Wohnort nicht vergessen).

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