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Agentur sucht Ideen für neue Leader-Förderung im Eifelkreis

Regionale Entwicklung : Ideensuche für die neue Leader-Förderrunde

Die aktuelle Förderperiode des Leader-Programms der Europäischen Union läuft im kommenden Jahr aus. Um erneut den Status einer Leader-Region zu erhalten, wird jetzt bereits an der Bewerbung gearbeitet – alle Menschen im Eifelkreis sind zur Mitarbeit aufgerufen.

Ob der „Garten der Generationen“ am Maximiner Wäldchen in Bitburg, die Aktion „Begrüntes Dudeldorf“ oder der“ Aufbau einer Schau-Ziegenkäserei mit Hofladen“ in Hommerdingen, das Leader-Förderprogramm der Europäischen Union (siehe Info) unterstützt sowohl große kommunale Initiative wie auch bürgerschaftliche Projekte und private Aktionen – einzige Bedingung: sie müssen zur Stärkung der ländlichen Region beitragen. Aktuell läuft die fünfte Förderperiode des Programms aus, die sechste steckt aber bereits in der Vorbereitung. Sie wird sich über den Zeitraum 2022 bis 2029 erstrecken. Mit einer Auftaktkonferenz ist im Internet bereits der Startschuss gefallen - das große Ideensammeln läuft also schon.

„ Wir wollen die Rahmenbedingungen in der nächsten Zeit entwickeln. Wie können wir die guten Projekte fortschreiben? Sie als Vertreter vor wissen am besten, wo der Schuh drückt“, sagt der Kreisbeigeordnete Rudolf Rinnen. Um nämlich auch in den kommenden Jahren als Leader-Region anerkannt zu werden, muss sich der Eifelkreis Bitburg-Prüm wieder förmlich um eine Anerkennung bewerben. Im vergangenen Durchgang wurden alle zwölf Bewerber-Regionen vom Land anerkannt. Für die Bewerbung muss nun wieder eine sogenannte Lile (lokale integrierte ländliche Entwicklungsstrategie) erarbeitet werden.

Die bereits genannten Ideen und Projekte werden nun gesammelt. Bei dem Netztreffen wurde bereits eine kleine Bestandsaufnahme mit den 50 Teilnehmern der Online-Konferenz erarbeitet. Petra Heinen-Manz, Projektleiterin des Betreuenden Büros Sweco: „Etwa 20 Regionen sollen ausgewählt werden. Das bedeutet, dass dann von 2023 bis 2029 mindestens 3,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Allerdings gibt es Zugang zu weiteren Fördermöglichkeiten, wenn man eine Leader-Region ist.“ Die Abgabe der Lile sei bis zum 28. Februar 2022 vorgesehen.

Drei Themenfelder sollen in der Lile berücksichtigt werden: ländliches Leben, Standort Eifel sowie natürliches und kulturelles Erbe. Bei der ersten Sammlung reichen sie von „Carsharing auf dem Land“ bis hin zu „Eifeler Trachten erforschen und populär machen“. Aber auch die Gründung einer Initiative zur Reduzierung von leerstehendem Wohnraum in den Dörfern wurde angeregt. Bis Sonntag, 8. August, können im Internet bei einer Online-Umfrage weitere Impulse die in die Bewerbung eingehen sollten, gegeben werden. Bei einer Konzeptvorstellung werden im Oktober die Ergebnisse vorgestellt.

Weitere Informationen zum Leader-Programm, laufenden Projekten im Eifelkreis gibt es im Internet unter www.www.lag-bitburg-pruem.de – auch die Online-Umfrage zur Erstellung der neuen Bewerbung ist dort zu finden.