Ahrsteig ist ein Erfolgsmodell

Ahrsteig ist ein Erfolgsmodell

Die Wandersaison hat noch nicht begonnen, die Wanderkarten sind gerade erst frisch gedruckt. Doch das Interesse am neuen Ahrsteig ist bereits kurz nach seiner Eröffnung im November 2012 erwacht. 10 000 Besucher haben die seit Oktober im Internet stehende Homepage zum neuen Premiumwanderweg im Kreis Ahrweiler angeklickt.

Ahrweiler. Es sind allen voran Deutsche, Belgier und Niederländer, die sich für den neuen Ahrsteig interessieren. Er ist erst im November 2012 in zwei Abschnitten eröffnet worden. Die komplette Wegstrecke von Blankenheim bis Altenahr und von Walporzheim bis Sinzig mit den Verbindungswegen zwischen Altenahr und Walporzheim beträgt rund 110 Kilometer.Und unter der Rubrik "Gastgeber" im Internet gibt es bereits 28 Treffer von Hotel- und Gaststättenbetrieben, die inzwischen das Zertifikat "Wanderbares Deutschland" tragen. Bei den Marketingmaßnahmen, insbesondere auf der Internetseite www.ahrsteig.de, sollen nach der Anfangsphase von Frühjahr 2013 an ausschließlich Betriebe berücksichtigt werden, die diese Auszeichnung erreicht haben. Wer dieses Siegel bis März 2103 erwerben will, bekommt finanzielle Unterstützung vom Ahrtal-Tourismus. Grundvoraussetzung ist eine Sterneklassifizierung. Das Hotel Ruland in Altenahr gehört zu den Häusern, die schon pünktlich zur Eröffnung des Ahrsteigs mit dem Siegel "Wanderbares Deutschland" punkten konnten. "Es schlägt gut ein in Verbindung mit dem Ahrsteig", zieht Andreas Carnott eine erste Bilanz. Er sieht die Chance, mit der Infrastruktur des Ahrsteigs neue Gästegruppen, zum Beispiel sportliche Wanderer, erschließen zu können. Genügend Anfragen gibt es bereits. Jedem sollte bewusst sein, sagt er, dass es sich bei dieser Gruppe um anspruchsvolle Gäste handelt, die nicht nur ein Schuhputzgerät vor der Tür erwarten, sondern auch spezielle Infos und geschultes Personal. Länderübergreifendes Problem

Im Hotel "Zum Sahrtal" in Kirchsahr, ebenfalls zertifiziert mit dem Siegel "Wanderbares Deutschland", ist Andrea Heeg gespannt, ob die Wirkung des Ahrsteigs auch in das stille Seitental ausstrahlt. Ob der Sahrbachtalweg als Partnerweg angenommen wird und die Wanderer einen Abstecher machen, bleibe abzuwarten. Seit 2006 steht mit dem Sahrbachtalweg und einer Höhenvariante ein Revier zur Verfügung, das selbst im Winter Naturliebhaber anlockt. In der Burgschänke Aremberg, ebenfalls mit dem grünen W-Siegel geadelt, erhofft sich Rudolf Boes vom 50 Meter entfernten Ahrsteig eine starke Belebung: "Es gibt viel mehr Wanderer. Wir haben einen guten Zulauf. Überraschend viele Gäste fragten speziell nach dem Ahrsteig." An Start- und Einstiegspunkten sollte seiner Meinung nach eine Übersicht über die Gastronomie und ihre Öffnungszeiten samt Telefonnummern informieren. Das Mobilitätsproblem für Wanderer zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Burgschänke mit einem privaten Taxiunternehmen gelöst. In der Verbandsgemeinde Adenau wird aber derzeit an einer ÖPNV-Lösung gearbeitet. Vertreter der VG Adenau, der Stadt Blankenheim und des Kreises Euskirchen sitzen hier bereits an einem Tisch.Am 17. März findet rund um den neuen Prädikatsweg der Ahrsteig-Erlebnistag statt. Die Orte und Gemeinden entlang des Ahrsteigs stellen sich und das gesamte Ahrtal als Wanderregion vor. Die Wanderkarte "Das Ahrtal" wird zum Preis von neun Euro im Buchhandel sowie in den Tourist-Informationen des Ahrtals angeboten. Info: Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon 02641/91710, E-Mail info@ahrtaltourismus.de.ahrtal.de

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