Alle Register gezogen

ÜXHEIM-NIEDEREHE. (fs) Gut besucht war das Orgelkonzert in St. Leodegar mit Kompositionen des 16. und 17. Jahrhunderts. Professor Gary Verkade aus Schweden hatte für ein besonderes Klangerlebnis gesorgt.

"Ein Anruf von Klaus Kemp, meinem langjährigen Freund, genügte: Da bin ich doch gerne nach Niederehe gekommen, um auf dieser wunderbaren Orgel spielen zu dürfen", erklärte Professor Gary Verkade aus Schweden. Das Konzert begann mit einem frei gestalteten Musikstück, einer Toccata von Georg Muffat. Ihr folgte mit einer Vorform der Fuge, "Ricercar Tabulatura", von Johann Ulrich Steigleder, eine weitere musikalische Kostbarkeit. Mit Canzonen, den heiteren, einfachen Liedern, zeigte der Musiker sein Talent für künstlerisches Orgelspiel. "Es ist jedesmal ein Erlebnis, mit den unterschiedlichen Interpretationen die Orgel zu hören", sagte Orgelbauer Hubert Fasen, der das Instrument im vergangenen Jahrzehnt restaurierte. Mit einer "Toccata duodecima et ultima" endete das mit viel Beifall bedachte Konzert. "Ich kenne die Orgel noch nicht und freue mich darauf, sie zu hören", hatte voller Erwartung Mechthild Roller aus Oberbettingen noch vor dem Konzert gesagt. Danach war sie einfach nur noch froh - begeistert vom Klangerlebnis. Und auch der Hauptakteur freute sich: "Es war schön, an dem renovierten Schatz zu spielen", lautete das Fazit des Professors. Der 1954 in Chicago geborene Musiker studierte am Calvin College, an der University of Iowa und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Als Gastdozent und Komponist ist er auf internationaler Ebene für Orgel-, Kammer- und Kirchenmusik bekannt. Seit 2000 lehrt er an der Musikhochschule in Pitea in Schweden und will im nächsten Jahr mit "Improvisationen neuer Musik" in die Eifel zurückkommen.