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Alle Zeichen stehen auf Anpacken beim Gewerbeverein Daun

Wirtschaft : Alle Zeichen stehen auf Anpacken beim Gewerbeverein Daun

Neuer Vorstand, neue Zukunftspläne: Der Gewerbe- und Verkehrsverein (GVV) Daun zeigt sich tatkräftig. Die Aktion Christmas Shopping am 17. Dezember steht unter dem Motto „Ein langer Freutag im Advent“.

Die klassische Vorfreude auf Weihnachtsgeschenke können die Menschen in und um Daun trotz der Pandemie analog und nicht nur auf dem Bildschirm erleben. „Wir bieten mit dem Christmas Shopping genau die Atmosphäre, die zum Advent gehört“, schildert Wolfgang von Wendt, Geschäftsführer des GVV, die unbeirrte Zuversicht der Ladeninhaber in der Kreisstadt. „Die Geschäfte, die mitmachen, haben bis 20 Uhr geöffnet und für die Kunden zahlreiche Geschenk- oder Rabattaktionen in petto.

Außerdem ziehen die beiden Musiker Jan und Celine Neifeld mit Weihnachtsliedern durch die Straßen und sorgen für Stimmung. Und natürlich ist das die Gelegenheit, weitere Lose für ‚Daun verlost ein Auto‘ einzuheimsen, deren Gewinner im Januar online ermittelt werden.“ Frust nach zwei Jahren Corona mit mehrmonatigem Lockdown und teils komplizierten Corona-Schutzmaßnahmen schiebt der Verein nicht – oder wenn, dann in kleiner Dosierung. „Wir sind in der Lage, uns den Gegebenheiten anzupassen. Das Jahr verlief trotz aller Schwierigkeiten ganz gut“, bestätigen die kürzlich im Ehrenamt bestätigte erste Vorsitzende Stefanie Mayer-Augarde und ihr frisch gewählter erster Stellvertreter Alexander Chruscz eine insgesamt zufriedenstellende Situation.

Die ländliche Lage und Überschaubarkeit der Stadt erweist sich im Vergleich zu anonymeren Einkaufsstädten als Vorteil. „Die günstigen Immobilien, die Führung der Geschäfte durch ihre Inhaber, die Eignung als Ferienziel mitten in der Natur … all das kommt uns zu Gute“, findet die neue zweite Stellvertreterin der GVV-Vorsitzenden, Jessica Frankenbach. Als Gastronomin des Hotels Panorama hört sie aus erster Hand, warum der Luftkurort Daun für viele ein Stück weit attraktiver als andere, auch größere Shoppingziele ist. „Bei uns schätzen sie die Ruhe beim Einkaufen, die persönliche Beratung und die Möglichkeit, in den Läden ganz entspannt die Abstandsregelungen einzuhalten. Dafür kommen manche unserer Gäste aus den Ballungsräumen sogar ganz gezielt hierher.“

Wunschlos glücklich sind die GVV-Mitglieder natürlich dennoch nicht. „Es wird seitens der Landesregierung zu wenig kommuniziert, dass man nach aktuellem Stand mit Booster überall problemlos hineinkann. Viele dreifach Geimpfte glauben irrtümlich, sie müssten tagesaktuelle Tests vorweisen, um ins Restaurant oder Café zu können. Außerdem ist es schwierig, dass die Kontrollaufgaben bei uns als Gastgeber oder Ladenbetreiber liegen.“

Das sei beim Zuschnitt der kleinen Geschäfte in Daun zwar irgendwie machbar, aber dennoch eine Herausforderung.

Die Standortvorteile der Einkaufsstadt Daun sind aus Sicht des GVV ebenfalls keine mühelosen Selbstverständlichkeiten, sondern müssen permanent erarbeitet werden. „Die Pandemie war ein echter Innovationstreiber, da sind tolle Möglichkeiten in den sozialen Medien entstanden“, ist Alexander Chruscz, im Vorstand unter anderem schwerpunktmäßig für die Digitalisierung zuständig, voll des Lobes. „Man kann bequem online auswählen und vor Ort das Gewählte abholen, ganz ohne Retouren… also die Vorteile beider Welten, die Schnelligkeit des Internets und die Sinnlichkeit des stationären Angebots. Das werden wir mit unseren Mitgliedern weiter ausbauen.“

Eine mittelfristige Zukunftsbaustelle des GVV ist es, wie Mayer-Augarde erläutert, jungen Leuten Lust auf die Übernahme oder Neueinrichtung eines stationären Geschäfts zu machen. In den kommenden Jahren stehen einige Generationswechsel an. „Das haben wir jetzt schon im Blick.“