Alphornbläser, Feuerwerk und Glühwein

Gerolstein · Der Gerolsteiner Weihnachtsmarkt hat seit seinem Umzug in die Hauptstraße an Attraktivität gewonnen und lockt vor allem abends viele Besucher. Besonders auf dem Altstadtparkplatz "steppt" der Weihnachtsmann.

Die Alphornissen entlocken ihren meterlangen Instrumenten besinnliche Töne. TV-Foto: Vladi Nowakowski

Foto: vladi nowakowski (now) ("TV-Upload nowakowski"

Gerolstein. Es ist nicht nur die Idee allein, die Buden und Stände auf der Strecke zwischen Rondell und Normaluhr aufzubauen, auch die Rückbesinnung des Gerolsteiner Gewerbevereins "Gero-Team" auf vorweihnachtliche Stimmung mit viel Lichterglanz und Blasmusik tut dem Gerolsteiner Weihnachtsmarkt gut. Zwar bleibt in den Tagesstunden - auch weil ein unangenehmer Nieselregen die Stimmung trübt - der Besuch des Markts überschaubar. Doch zum Abend hin strömen die Menschen in die Brunnenstadt.
Nachschub für Glühweinstände


Der Andrang und die Lust auf Glühwein seien am Samstagabend so groß gewesen, dass einige Stände Nachschub hätten besorgen müssen, erzählt ein Standbetreiber. Auch nach dem Feuerwerk am Löwenburgfelsen sei das Publikum noch lange nicht nach Hause gegangen. Zum Verweilen laden auch die weiteren Angebote ein, die den Gerolsteiner Weihnachtsmarkt so besonders machen.
Leckere Reptilienkuchen


Im Naturkundemuseum basteln Kinder an Kränzen und backen leckere Reptilienkuchen, die große Weihnachtstombola zugunsten der Lebenshilfe bietet die stolze Zahl von 1000 Preisen, und auf der Bühne vor der Normaluhr überbieten sich die Musikvereine des Umlandes mit der Darbringung weihnachtlicher Melodien - auch die Eifeler Alphornissen aus Blankenheim entlocken ihren meterlangen Alphörnern besinnliche Töne.
Und auch der Mut zum Außergewöhnlichen macht den Gerolsteiner Weihnachtsmarkt attraktiv: Einige Schritte von der Bühne entfernt hämmert der Duppacher Erlebnisschmied Thomas Knauf zum Rhythmus der Weihnachtslieder auf seinen Amboss und verkauft die noch warmen Erzeugnisse an die vielen Zuschauer.
"Das wird eine Maus", sagt Knauf, der sich über ein Stück glühendes Metall beugt, das dem kleinen Nagetier mit jedem Hammerschlag ein wenig ähnlicher wird. Am Stand der Grund- und Realschule plus drängeln sich Schüler, Lehrer und Eltern.
Hier wird Selbstgebasteltes verkauft und der Erlös zur Aufbesserung des Etats für Schulmaterialien verwendet.
Rund 200 Artikel, die zu Preisen von 50 Cent bis zu vier Euro über die Theke gehen, haben die Schüler gebastelt. "Es läuft sehr gut, an Kundschaft haben wir keinen Mangel", freut sich die Primarstufenleiterin Uschi Ackermann. now