1. Region
  2. Vulkaneifel

Alte Sprachschätze neu entdeckt

Alte Sprachschätze neu entdeckt

Mit einer Wörtersammlung von Redewendungen, Bauernregeln und Sinnsprüche entstand in zweijähriger Vorbereitungszeit von drei Autoren ein Zeugnis vergangenen und zukunftweisenden Kulturguts, das Dialektbuch "Öm et net ze vergääße".

Leudersdorf. (red) Der Leudersdorfer Ortsvorsteher Thomas Heintz war der Ideengeber für das Dialektbuch und brachte das Projekt in die Lokale Agenda AK 4 ein. "Meine Mutter hatte seit Jahrzehnten eine Kiste voller Schriftstücke von ortsüblichen Wörtern in unserem Platt gesammelt", berichtet Hans-Leo Hilgers. Das stellte sich als eine erhebliche Fundgrube dar und war das Fundament für das Buch.

Im Herbst 2007 fragte Alois Groß Tilla Koch "Willste möetmaache?". Ja, sie wollte mitmachen. Das Autorentrio traf sich unzählige Male und versuchte Wörter und Begriffe ins Hochdeutsche zu übersetzen oder sinngemäß zu erläutern. Das Allerschwierigste war, sich auf eine gemeinsame Schreibweise zu einigen, da nur die vorhandenen Zeichen der Tastatur zulässig sind. Interessant sei die Wiederentdeckung gebräuchlicher Sprachschätze aus dem Kirchspiel gewesen, die oftmals aus dem bäuerlichen Alltagsleben stammen. Die effektiven Zusammenkünfte erforderten viel Zeit, um das Wörterbuch von A-Z mit 240 Seiten fertigzustellen. Das Buch enthält auch eine Audio-CD mit kurzen Beiträgen "op Platt" aus dem Hillesheimer Land und angrenzenden Regionen. Beides zusammen kostet 14,80 Euro und kann bei der Abendveranstaltung am 24. Oktober und bei der Buchausstellung am 25. Oktober im Bürgerheim Üxheim erworben werden. Die Druckgenehmigung erhielt der Jahrbuchverlag Foester und Partner in Leudersdorf.

Zur Unterhaltung bei der Buchvorstellung am Samstag sorgen kleine Dialektvorträge und Gesangseinlagen der A-cappella Gruppe "Die Zwerchfellas".