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Am 26. Mai wird auch der Rat der VG Daun neu gewählt

Kommunalwahl : 36 Mandate sind zu vergeben

Die Kandidaten für die Kommunalwahl am 26. Mai stehen fest, auch in der Verbandsgemeinde (VG) Daun. Der TV bietet einen Überblick, wer in den nächsten VG-Rat einziehen will. 

Noch gut zwei Wochen, dann wird auch der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Daun neu gewählt. Traditionell eine christdemokratische Hochburg, auch wenn die Zeiten absoluter Mehrheit vorbei sind. Die CDU stellt im aktuellen Rat 15 der 36 Mitglieder. Angeführt wird der Rat auch in der nächsten Wahlperiode von Werner Klöckner, der seit 1994 Bürgermeister der VG ist und Anfang 2018 für eine weitere Amtszeit von acht Jahren wiedergewählt worden ist.

Am 26. Mai sind fast alle Parteien und Gruppierungen, die 2014 angetreten waren, wieder dabei, mit Ausnahme der Bürgerunion Vulkaneifel, die sich von der kommunalpolitischen Ebene verabschiedet hat. Der TV veröffentlicht in kompakter Form alle Kandidatenlisten.

CDU

Thomas Klassmann, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Daun, freut sich, dass zahlreiche jüngere Mitglieder sowie Bewerber für eine Kandidatur gewonnen werden konnten. Herausgekommen ist seiner Ansicht nach eine „ausgewogene Liste.“ Das übergeordnete kommunalpolitische Thema ist für den auf den ersten Platz der CDU-Liste gewählten Klassmann der demographische Wandel. Zahlreiche Orte in der VG hätten sich bereits erfolgreich auf den Weg gemacht, um die Chancen zu nutzen, die mit dem Wandel verbunden seien. Hohe Priorität haben für Klassmann die Schulen und Kindertagesstätten. „Es ist in diesem Bereich schon viel Geld investiert worden, diesen Weg zur Sicherung der Schullandschaft sollten wir weitergehen.“ Mit 15 Sitzen ist die CDU stärkste Fraktion, was sie selbstverständlich bleiben will. Geht noch etwas mehr? Auf eine konkrete Zahl will sich Klassmann nicht festlegen, aber: „Es ist aus meiner Sicht realistisch, dass wir noch was draufpacken können.“ Die Kandidaten der CDU: 1. Thomas Klassmann (Daun), 2. Susanne Thelen (Darscheid), 3. Heiko Castor (Gillenfeld), 4. Otmar Monschauer (Daun), 5. Kurt Bohr (Mehren), 6. Michaela Michels (Üdersdorf), 7. Ewald Adams (Kirchweiler), 8. Anja Düx (Daun), 9. Thomas Scheppe (Darscheid), 10.  Reinhard Scholzen (Daun), 11. Fabian Mohr (Strohn), 12. Hermann Hahn (Daun), 13. Mark Schmitz (Schalkenmehren), 14. Hermann Condné (Gillenfeld), 15. Christoph Daun (Hörscheid), 16. Gerd Weiler (Üdersdorf), 17. Friedhelm Marder (Daun), 18. Andreas Thomas (Gillenfeld), 19. Manfred Reicherz (Daun), 20. Helmut Sicken (Dreis-Brück), 21. Dieter Oster (Daun), 22. Thomas Umbach (Mehren), 23. Andreas Holzhäuser (Daun), 24. Inge Thommes-Burbach (Gillenfeld), 25. Hartwig Noth (Daun), 26. Walter Arnold (Daun), 27. Tamara Becker (Wallenborn), 28. Ludwig Kaiser (Kirchweiler), 29. Dirk Umbach (Mehren), 30. Dieter Brill (Daun), 31. Friedhelm Jax (Winkel), 32. Klaus Becker (Wallenborn), 33. Gerd Becker (Daun), 34. Ewald Krämer (Mehren), 35. Marc Becker (Daun), 36. Philipp Schüller (Mehren).

SPD

Auf dem ersten Platz der SPD-Liste steht ein kommunalpolitischer Neuling: Johannes Pflüger aus Daun. Warum hat er sich aufstellen lassen? „Ich habe mir gesagt: Mit Lamentieren kommt man nicht weiter, wer etwas ändern will, soll mitmachen. Und das möchte ich im nächsten VG-Rat tun“, sagt der 40 Jahre alte Architekt. „Ich freue mich darauf, an einer erfolgreichen Zukunft meiner Heimat mitgestalten zu können.“ Dazu gehört für ihn beispielsweise, dass die Eifelquerbahn nicht zu einem Radweg umgewandelt wird. „Ich bin klar pro Schiene und dagegen, dass voreilig Tatsachen geschaffen werden, die unumkehrbar sind.“ Die SPD steht derzeit nicht besonders hoch in der Wählergunst, „deshalb wären wir sicher sehr froh, wenn wir die bisherigen neun Sitze im Rat halten könnten.“ Die SPD-Kandidaten: 1. Johannes Pflüger (Daun), 2. Rita Spies (Niederstadtfeld), 3. Hans-Walter Schmitt (Kirchweiler), 4. Erwin Umbach (Mehren), 5. Helmut Schäfer (Strohn), 6. Hans-Joachim Salewski (Deudesfeld), 7. Kai Tombers (Kirchweiler), 8. Joscha Koppe (Daun), 9. Arno Stolz (Mehren), 10. Elisabeth Gonzales (Gillenfeld), 11. Christof Kreutz (Mehren), 12. Tobias Frömel (Daun), 13. Merlin  Hackenbruch (Darscheid), 14. Elke Kettmann (Bleckhausen), 15. Martin Steuter (Kradenbach), 16. Thomas Umbach (Mehren), 17. Jörg Kaiser (Kirchweiler), 18. Walter Müller (Daun), 19. Florian Papberg (Mehren), 20. Nadine Bläser (Schutz), 21. Josef Margraff (Saxler), 22. André Noellen (Oberstadtfeld), 23. Gisela Sungen-Schlüter (Schutz), 24. Detlef Körner (Daun), 25. Werner Goeden (Bleckhausen), 26. Sepp Wagner (Ellscheid), 27. Rudolf Schwarzmann (Daun), 28. Roswitha Jungen (Daun), 29. Albert Borsch (Ellscheid), 30. Winfried Krämer (Daun), 31. Winfried Schneider (Daun), 32. Klaus Tautges (Daun-Waldkönigen), 33. Emil Maas (Strotzbüsch), 34. Gottfried Gilles (Daun), 35. Hans-Peter Jungen (Daun), 36. Wolfgang Meier (Weidenbach).

FWG

„Ich freue mich, dass wir einige junge Frauen haben dafür gewinnen können, bei uns mitzumachen. Ich denke, wir haben eine gut gemischte Liste an Kandidaten für die VG-Ratswahl“, sagt Karl.Heinz Schlifter, der auf dem ersten Platz der FWG-Liste steht. Der Ortsbürgermeister von Gillenfeld will mit der neuen Fraktion ereichen, dass die Schulstandorte erhalten und gestärkt werden. Ein weiteres Anliegen: „Der Bürgerbus, der die Orte in der VG anfährt, wird mittlerweile besser angenommen. Aber wir sollten die Unterstützung für dieses Projekt noch verstärken, damit es noch mehr im Bewusstsein der Bürger ist.“ Fünf Sitze hat die FWG derzeit, für Schlifter ist es im Rahmen der Möglichkeiten, „einen weiteren Platz zu erkämpfen“.

Die FWG-Kandidaten: 1. Karl-Heinz Schlifter (Gillenfeld), 2. Viktoria Utters (Dockweiler), 3. Irene Sartoris (Strohn), 4. Hermann Simon (Daun), 5. Hans-Peter Kühn (Daun), 6. Katja Namyslo (Saxler), 7. Uwe Hastedt (Üdersdorf), 8. Leo Lenerz (Gillenfeld), 9. Heidi Christina Jaax (Daun), 10. Helmut Giesen (Daun), 11. Edith Löhr-Hoffmann (Dreis-Brück), 12. Miriam Stolz (Üdersdorf), 13. Wolfgang Kohnen (Üdersdorf), 14. Yvonne Weland (Gillenfeld), 15. Egon Jax (Gillenfeld), 16. Alfred Lorenz (Daun), 17. Paul-Rainer Busch (Gillenfeld), 18. Jürgen Huschens (Gillenfeld), 19. Bärbel Busch (Gillenfeld), 20. Jan Daniel (Mückeln), 21. Gerhard Herzog (Daun), 22. Manfred Sartoris (Daun), 23. Josef Utters (Dockweiler), 24. Hermann Gehrmann (Daun), 25. Alexander Stolz (Üdersdorf), 26. Werner Wilhelms (Gillenfeld), 27. Günter Altmeier (Üdersdorf), 28. Peter Kuth (Üdersdorf), 29. Franz Donkers (Daun), 30. Anton Hölscher (Daun), 31. Peter Trim (Daun).

Bündnis 90/Grüne

Infrastruktur und Schutz der natürlichen Ressourcen stehen im Vordergrund für die grünen Kandidaten, die in den VG-Rat einziehen wollen. Unter Infrastruktur verstehen sie eine flächendeckende ärztliche Versorgung, Handy-Netz überall, intelligenter und flexibler ÖPNV. Angeführt wird die Liste von Waltraud Rexroth aus Daun, die seit fast 20 Jahren im VG-Rat sitzt. Die 70-Jährige hätte sich „ein paar mehr junge Leute gewünscht, aber wenn ich in die anderen Liste schaue, stehen wir damit ja nicht allein da“. Zwar sind die Grünen seit geraumer Zeit im Aufwind in der Wählergunst, aber daraus abzuleiten, dass die Grünen künftig stärker als bisher (drei Sitze) im VG-Rat vertreten sein werden, darauf will sich Waltraud Rexroth nicht einlassen: „Wir haben uns kein Ziel gesteckt, was die Zahl der Mandate angeht.“

Die grünen Kandidaten: 1. Waltraud Rexroth (Daun), 2. Karl-Wilhelm Koch (Mehren), 3. Ingrid Richter (Daun), 3. Patrick Lohberg (Darscheid), 4. Eckard Wiendl (Daun), 5. Hans Günter Müller (Üdersdorf), 6. Trudi Osiewacz (Daun), 7. Rainer Klippel (Wallenborn), 8. Elisabeth Henn (Daun), 9. Ralf Wagner-Nowak (Daun), 10. Martina Pfeiffer (Wallenborn), 11. Hans Jürgen Przyklenk (Daun), 12. Simone Fischer (Hörscheid), 13. Jürgen Hey (Daun), 14. Heide Schiller (Daun), 15. Claudia Philipp (Daun), 16. Gudula Umann-Jeglinski (Niederstadtfeld), 17. Leo Kordel (Mehren), 18. Anette Lohberg (Darscheid), 19. Wolfgang Neis (Mehren), 20. Anja Frings (Daun), 21. Joachim Lange (Daun-Boverath), 22. Maria Theresia Utters (Daun), 23. Peter Lohberg (Dockweiler), 24. Dajana Becker (Wallenborn), 25. Robert Hahn (Oberstadtfeld), 26. Alexandra Hahn (Oberstadtfeld), 27. Roxana Braun-Neumaier (Mehren), 28. Claudia Lange (Daun), 29. Maria Magdalena Müller (Üdersdorf). 30. Sabine Fusenig (Daun-Weiersbach) 31. Elmar Richter (Daun), 32. Jeanne Ziem (Daun), 33. Eduard Kirstgen (Daun).

FDP

 Im ersten Bauabschnitt der Sanierung der Fassade des Rathauses in Daun werden die historischen Holzfenster erneuert. Foto: Stephan Sartoris
Im ersten Bauabschnitt der Sanierung der Fassade des Rathauses in Daun werden die historischen Holzfenster erneuert. Foto: Stephan Sartoris Foto: TV/Stephan Sartoris
 VG_Daun
VG_Daun Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Auch Alfred Gundert, der die Liste der FDP für die VG-Ratswahl anführt, will keine Prognosen abgeben, wie die Partei am 26. Mai abschneidet. „Wir würden uns aber sich nicht dagegen wehren, mit einem Mandat mehr vertreten zu sein“, sagt der Ortsbürgermeister von Gefell. Er hat in den vergangenen Jahren die „gute und konstruktive Atmosphäre“ im VG-Rat schätzen gelernt und ist guter Dinge, dass das auch in der nächsten Wahlperiode sein wird. „Uns ist die Sicherung und Stärkung der Schulstandorte ein Anliegen. Außerdem gilt es, das Gesundland Vulkaneifel zu stärken.“ Die FDP-Bewerber: 1. Alfred Gundert (Gefell), 2. Markus Schmitz (Üdersdorf), 3. Jana Gräf (Daun), 4. Oliver Krämer (Daun), 5. Ralf Berlingen (Daun), 6. Martin Gräf (Daun), 7. Marita Teschauer (Daun), 8. Edmund Geisen (Daun), 9. Joachim Kretzer (Daun), 10. Markus Franzen (Steineberg), 11. Walter Borsch (Ellscheid), 12. Torsten Krämer (Daun-Pützborn), 13. Maria Henriette Geisen (Daun), 14. Daniel Katzer (Daun), 15. Andreas Jakobs (Gefell), 16. Hermann Schüller (Kradenbach), 17. David Schüpbach (Hinterweiler).