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Am Nürburgring ist eine Rettungsleitstelle installiert und eingeweiht worden.

Sicherheit : Investition in mehr Sicherheit am und rund um den Ring

Kurz vor Rock am Ring und dem 24 Stunden-Rennen wurde am Ring erneut in Sicherheit und medizinische Versorgung für die Besucher investiert: in eine hochmoderne Rettungsleitstelle.

Gut 80 000 Besucher übernächste Woche bei „Rock am Ring“. Geschätzte 200 000 zwei Wochen später beim 24 Stunden-Rennen. Dem „Ring“, und damit auch den Menschen in der Vulkaneifel, stehen die Besucher-intensivsten Events rund um die Rennstrecke in diesem Jahr bevor. Gut zu wissen, dass die Rettungssysteme immer professioneller, zeitgemäßer und auch unkomplizierter werden. Und das nicht nur, wenn rund um die Nordschleife extrem viel los ist.

Das DRK arbeitet dort so, wie es sich an einer Rennstrecke gehört: mit höchstem Tempo und Professionalität. Nach personeller und struktureller Aufwertung des Medical Centers an der Grandprix-Strecke im Frühjahr 2018 wurde am Mittwoch im „Haus C“, einem ehemaligen Polizei-Gebäude gegenüber des alten Fahrerlagers eine neue, mit hochmodernen Systemen ausgestattete Rettungsleitstelle eingeweiht. Rechtzeitig vor den Mega-Events „RAR“ und „24h“.

Doch die neue Leitstelle arbeitet nicht nur, wenn am Ring mal wieder „die Hütte brennt“. Vielmehr versichern die Verantwortlichen, dass auch die Menschen in der Umgebung – also auch in der Vulkaneifel –  von dem neuen Angebot profitieren. Pro Tag stehen drei Rettungswagen und Notarzt-Fahrzeuge für Soforthilfe zur Verfügung, versichern die Rot-Kreuzler. (siehe Info) Doch was bedeutet das Wortungetüm „interne Bedarfsleistelle“ konkret für Zehntausende von Besuchern, für die Menschen am Ring, und die Anwohner, Pendler in und aus der Vulkaneifel? Auf den Punkt gebracht ist es ein Mehr an „gebündelter Sicherheit“. Mehr digitale Technik, weniger Umwege, weniger Bürokratie, mehr Eigenständigkeit, kürzere Wege bei Bergung, Hilfeleistung und Weitertransport in umliegende Krankenhäuser.

Das gelte, so der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Achim Haag, beim Festival für junge Menschen, die „zum ersten Mal das Hotel Mamma“ verlassen hätten, genauso wie eine Woche später für Motorsport-affine Menschen, die rund um den Ring campen. „Wenn hier oben eine ganze Kleinstadt für ein paar Tage einzieht, ist das kein Kinderspiel, was die Sicherheitsvorkehrungen angeht.“ Beispielsweise kann auch der Ordnungsdienst mit an das System angebunden werden. Kann  „Manpower“ dort platziert werden, wo sie gerade vonnöten ist.

Die neue Bedarfsleitstelle hat ein ganz wichtiges Plus: Sie ist Anlaufstelle für die zentrale Koordination der Sanitäts- und Rettungseinsätze. So etwas geht heute, im YouTuber-Zeitalter, nicht mehr mit Walkie-Talkie über die Bühne. Angebunden sein werden alle Sanitätsstellen per „Push Button“ für die Übermittlung der Patientendaten und der Alarmierung des Rettungsdienstes. Direkte digitale Kommunikation ohne Funkverkehr oder Telefonate wie zu Gründerzeiten der GP-Strecke 1984.

Die helfenden Hände am Ring sind damit autark. Wurde bisher bei Top-Events eine mobile Leitstelle der Berufsfeuerwehr Koblenz in die Eifel gebracht, so ist für diese Zwecke jetzt eine permanente Einrichtung an der Bundesstraße zwischen den Kreiseln am „Ring“ geschaffen.

„Wir haben mit viel Eigenleistung in Zusammenarbeit mit dem Nürburgring auf möglichst kurzen Wegen eine Top-Einrichtung der Prävention und Nachsorge geschaffen“, sagt Haag und betont: „Das war eine Heidenarbeit. Teilweise mit Flex und Bagger sind Leute von uns angerückt und haben geholfen, das ehemalige Polizei-Gebäude für unsere Zwecke herzurichten. Wir sehen uns gemeinsam als das DRK am Nürburgring. Da arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus dem Raum Ahrweiler genau wie andere aus Daun, Kelberg oder Hillesheim mit. Man kann allen, die ihre  Freizeit geopfert haben, nicht genug danken.“

Das anerkennt auch Mirco Markfort, der Geschäftsführer des Nürburgrings. „Das DRK ist für uns immer ein kompetenter Partner und ein zuverlässiger Dienstleister, wenn es um die Sicherheit unserer Besucher geht.“