Amerikanische Schüler schnuppern in deutsche Arbeitswelt

Amerikanische Schüler schnuppern in deutsche Arbeitswelt

Mit der Erweiterung des Austauschprogramms hat Thomas-Morus-Gymnasium erfolgreich am Ideen- und Förderwettbewerb "passt!" teilgenommen.

Daun In Amerika ist alles anders, zumindest was die schulische Laufbahn bis hin zum Einstieg in den Beruf betrifft. Das haben Schüler der Grafton High School aus Wisconsin mit ihrer Lehrerin Karen Frey bei einem Aufenthalt in Daun erfahren. Denn das Thomas-Morus-Gymnasium (TMG) und die amerikanische Partnerschule organisieren bereits seit 17 Jahren einen Schüleraustausch, der nun um eine Berufsorientierung erweitert worden ist. Federführend waren die Studiendirektorinnen am TMG, Diana Grogan-Schomers und Felicia Lauer, die gemeinsam mit Elternvertreter, Schülern und weiteren Lehrkräften das Projekt "Career Pathways-Exploring Opportunities abroad - Chancen im Ausland erkunden" ausarbeiteten und sich damit bei dem Ideen- und Förderwettbewerb für die Region Trier "passt!" bewarben (der TV berichtete). Ergebnis: Das Gymnasium gehörte mit weiteren vier Schulen zu den Preisträgern.
Nun wurde das Konzept umgesetzt, und erstmals haben sich die amerikanischen Schüler in der deutschen Berufswelt umsehen können, indem sie einen Tag in Firmen zu Gast waren. Zudem erläuterte Patrick Wendt von der Agentur für Arbeit den Schülern die verschiedenen in Deutschland üblichen Schulsysteme und Ausbildungswege, angefangen von Praktika bis hin zum dualen Studium. "Praktika gibt es in Amerika nicht", sagt Diana Grogan-Schomers, die selbst aus Wisconsin stammt.
Auch Schnuppertage oder eine Lehre zu absolvieren sind den amerikanischen Schülern fremd. Nach allem, was die jungen Leute nun in den deutschen Firmen erlebten, könnten sie sich durchaus vorstellen, in Deutschland zu arbeiten. "Unser langfristiges Ziel ist es, dass die Schüler zurückkommen und wir ihnen ermöglichen, nach dem Abschluss hier ein längerfristiges Praktikum zu absolvieren", sagt Grogan-Schomers. Umgekehrt werden im September 32 Schüler aus Daun aus den zehnten und elften Klassen für drei Wochen in Wisconson die amerikanische Arbeitswelt erkunden. Damit auch nach außen hin deutlich wird, was die Schule hinsichtlich der Berufsorientierung leistet, überreichte kürzlich Vanessa Agné von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DJKS) Schulleiter Christoph Susewind das "passt!"-Türschild. "Mit unserem Austauschprogramm bauen wir eine stabile Brücke zwischen unserer Region und Wisconsin in den USA. Die Einblicke der Jugendlichen in die deutschen und amerikansichen Arbeitswelten bereichern ihre Lebenswege", sagt Susewind.Extra: FACHLICHE BEGLEITUNG UND FÖRDERMITTEL


Das Programm "passt!" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DJKS) und der Nikolaus-Koch-Stiftung begleitet und unterstützt seit 2015 fünf Schulen dabei, ihre Konzepte zur Berufsorientierung umzusetzen und weiterzuentwickeln. Seit Januar 2017 erweitern fünf neue Schulen das bestehende Netzwerk. Die Modellschulen erhalten fachliche Begleitung und Fördermittel. Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet auf der Seite <%LINK auto="true" href="http://www.passt-region-trier.de" text="www.passt-region-trier.de" class="more"%>

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