1. Region
  2. Vulkaneifel

An der L 46 zwischen Daun und den Maaren wird kein durchgängiger Radweg gebaut

Verkehr : Radweg bleibt ein Wunschtraum

Beim anstehenden Ausbau der L 46 zwischen Daun und den Maaren wird es für Radfahrer nur leichte Verbesserungen geben. Platzmangel, aufwändige Stützmauer und der Schutz der Mineralwasserquellen sprechen gegen durchgängige Lösung.

Mit dem Ausbau der seit Jahren maroden L 46 zwischen Daun und dem Ortsteil Gemünden, wo es auch zu den Maaren geht, wird die Situation für die Autofahrer deutlich verbessert, für die Radfahrer nur minimal. Dennoch wehrt sich Planungsleiter Helmut Bell vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein gegen den Eindruck, der LBM habe nicht an die Radfahrer gedacht: „Wir haben sehr wohl die Situation für die Fußgänger und auch Radfahrer intensiv erläutert – weshalb es ja auch in einigen Bereichen Verbesserungen gibt. Dass kein durchgängiger Radweg entsteht, hat verschiedene Gründe.“ Bell sagt: „Bei den  Bauausschuss- und Stadtratssitzungen in den letzten Jahren wurde die durchgängige Radwegeverbindung zwischen  Daun und Gemünden ausgiebig erläutert und das jetzige Ergebnis von der Stadt akzeptiert.“ Bell unterscheidet drei Abschnitte:

Abschnitt I (Mehrener Straße/Außem-Kreisel bis Einmündung Maria-Hilf-Straße): „Hier gab es nie eine Forderung vonseiten der Stadt, einen Radweg zu bauen“, sagt Bell. Dabei ist der Weg die direkte Verbindung des Bahnhofs und somit des Maare-Mosel-Radwegs zum Kurpark/Start des Kosmos-Radwegs und zu dem Maaren.

Abschnitt II (Einmündung Maria-Hilf-Straße bis zum Gelände von Geränke Schreiner /Dauner Sprudel): Hier wird die Verbindung zwischen der Unterführung im Bereich an der Einmündung der Maria-Hilf-Straße bis zur neu geplanten Überquerungshilfe an der Lieserbrücke (Getränke Schreiner) verbessert, indem der Fuß- und Radweg verbreitert und damit eine direkte Anbindung der Stadt Daun an den Kosmosradweg Richtung Gemünden und Pützborn geschaffen wird. Wer also aus Richtung Stadt (am Krankenhaus vorbei) mit dem Rad zu dem Maaren fährt, wird durch die Unterführung geleitet und gelangt auf der anderen Straßenseite auf den Fuß- und Radweg, der laut Bell nun deutlich verbreitert wird. Und zwar so breit, wie es der kombinierte Geh- und Radweg auf der Lieserbrücke bereits ist, der bei der Brückensanierung vor einigen Jahren angelegt wurde. Auch soll die Überquerungshilfe so breit ausgeführt werden, dass Radfahrer sicher die Straße überqueren können  – zur Kurpark-Zuwegung in Höhe des ehemaligen Minigolfplatzes.

Abschnitt III (Getränke Schreiner bis Abzweig zu den Maaren): Ein einseitiger Geh- und Radweg hätte laut Bell mindestens drei Meter breit sein müssen. Im Bereich des Dauner Sprudels hätte dafür im Steilhang eine etwa 150 Meter lange und bis zu fünf Meter hohe Stützmauer gebaut werden müssen, die schätzungsweise 700 000 Euro gekostet hätte. Was aber viel stärker wiegt, ist laut Bell: „Diese Mauer würde direkt neben zwei Brunnen der Firma Dauner & Dunaris Quellen liegen. Das wäre aus Wasserschutzgründen nie genehmigt worden.“ Hinter dem Firmengelände (in der Ortslage Gemünden) wiederum habe der Platz nicht für einen kombinierten Geh- und Radweg ausgereicht. Dafür aber für einen beidseitigen Gehweg. So wird an der Talseite der bislang fehlende Gehweg gebaut.

In Sachen Radweg merkt der Planer zudem an: „Der vorhandene Kosmosradweg verläuft etwa 100 Meter parallel zur L 46 durch den Kurpark. Der ist gut zu nutzen, um zu den Maaren zu gelangen.“