Angeln ist mehr als Fische fangen

Natur

Zu unserem Bild "Ein wahrhaft prächtiger Wels" (TV vom 17. August) über einen Angler, der einen fast zwei Meter langen und etwa 50 bis 60 Kilo schweren Wels am Viandener Stausee gefangen hat, schreibt diese Leserin:
Es ist ganz bestimmt ein Erlebnis, als Angler einen so großen Fisch zu fangen. Doch die Frage drängt sich auf, warum setzt man ihn nach dem Fototermin wieder zurück? Das ist gesetzlich verboten und ergibt auch keinen Sinn. Warum angelt man auf solche Fische, wenn man sie nicht einer vernünftigen Verwertung zuführt, zumal der Wels ein vorzüglicher Speisefisch ist.
Es sei denn, dass dieser Fisch wie seine Kollegen mit Längen von 1,70 Metern und 1,50 Metern als eine Art Sportgerät dienen soll, die man nach Belieben immer wieder mal aus Spaß am Drill aus dem Wasser ziehen kann. Diese Art, mit Kreaturen umzugehen, ist nicht waidgerecht.
Welse gehören nicht in die Gewässer der Eifelregion. Sie verdrängen unsere heimischen Fischarten wie Hecht und Zander. Sie sind als Falschbesatz in den Stausee Vianden und somit in den Grenzfluss Ur gelangt.
Es ist so, dass in Grenzgewässern andere Regeln gelten. Doch der Angler - ob auf luxemburgischer oder deutscher Seite - hat eine Verantwortung gegenüber der Kreatur und Natur.
Denn Angeln ist mehr als nur Fische fangen.