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Anlieger schlagen wieder Alarm: Verkehrssituation in der Dauner Arensbergstraße sorgt für Diskussionen

Anlieger schlagen wieder Alarm: Verkehrssituation in der Dauner Arensbergstraße sorgt für Diskussionen

2014 ist die Verkehrsführung in der Arensbergstraße in Daun geändert worden in der Hoffnung, dass weniger Autos auf diesem Weg in die Stadt kommen. Das ist wohl nicht gelungen, wenn von "chaotischen Zuständen" und einer großen Belastung für die Anwohner gesprochen wird. Nun wird sich der Stadtrat wieder mit dem Thema befassen.

Daun. Für die, die dort wohnen, sind die vielen Autos ein Dauerärgernis, für viele andere ist es der vermeintlich schnellste Weg durch die Stadt: Die Rede ist von der Arensbergstraße in Daun, über die in den vergangenen Jahren schon viel diskutiert und teilweise auch gestritten worden ist. Besonders viel los ist in der schmalen Straße im Berufsverkehr, am Morgen und am späten Nachmittag. Auch deshalb ist die Verkehrsführung mehrfach geändert worden, zuletzt 2014. Seitdem ist es verboten, von der Arensbergstraße in die Lindenstraße (Richtung AOK/Post) zu fahren. Damit war die Hoffnung verbunden, dass sich das Verkehrsaufkommen verringert. Zwar sind Poller aufgestellt worden, um die Zufahrt in die Lindenstraße zu verhindern, aber an denen sind teilweise deutliche Spuren zu sehen, dass sich Autofahrer trotzdem durchzwängen."Nach wie vor viel Betrieb"


"Uns hat die neue Verkehrsführung so gut wie nichts gebracht", zieht Gertrud Saxler Bilanz. Sie wohnt mit ihrem Mann am Arensberg, der Verkehr führt direkt an ihrem Haus vorbei. Sind es denn wenigstens weniger Autos geworden? "Es ist nach wie vor viel Betrieb. Was sich nach unserer Einschätzung nicht geändert hat, ist der Durchgangsverkehr." Damit meint sie "die Leute, die schon seit vielen Jahren die Umgehungsstraße meiden" und über die Arensbergstraße den vermeintlich schnellsten Weg zum Schul- und Behördenzentrum nutzen. Sie ärgert sich vor allem über die, die auch die Geschwindigkeitsbeschränkung ignorieren: "Da muss man echt Angst haben, dass einem der Besen aus der Hand gefahren wird." Ihre Einschätzungen bestätigt ihr Nachbar David Peters. "Es müsste viel mehr kontrolliert werden", sagt er. Er hat kein Verständnis für das teils rücksichtslose Verhalten der Autofahrer: "Vielleicht sollten die mal daran denken, dass hier auch Kinder spielen." Für Stadtbürgermeister Martin Robrecht sind die Beschwerden der Anlieger nachvollziehbar. In der jüngsten Stadtratssitzung sprach er von aus seiner Sicht "chaotischen Zuständen auf dem Wirichplatz und die nicht weiter zumutbare Belastung der Anwohner." Arensbergstraße und Wirichplatz würden immer noch "in sehr erheblichem Umfang" als Durchgangsstraße oder Zufahrt genutzt, und das häufig ohne Rücksicht auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Er bat die Ratsmitglieder, sich ein persönliches Bild über die Situation zu machen, damit "eine fachkundige und sachgerechte Entscheidung folgen kann, wie es weitergeht." Für Anlieger wie Gertrud Saxler und David Peters ist die Sache klar: "Wenn wir zu entscheiden hätten, würde die Arensbergstraße bis auf den Anliegerverkehr dichtgemacht."
Da die Straße aber eine Zufahrt zur Innenstadt ist, gab es vor allem unter den Geschäftsleuten Bedenken, sie dichtzumachen.Problem Durchgangsverkehr

 Schmales Sträßchen, viel Verkehr – zum Leidwesen vieler Anwohner der Arensbergstraße.
Schmales Sträßchen, viel Verkehr – zum Leidwesen vieler Anwohner der Arensbergstraße. Foto: (e_daun )
 Die Sperrung der Zufahrt zur Lindenstraße wird nicht von allen respektiert. Immer wieder zwängen sich Autofahrer links vorbei.
Die Sperrung der Zufahrt zur Lindenstraße wird nicht von allen respektiert. Immer wieder zwängen sich Autofahrer links vorbei. Foto: (e_daun )


Für den Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereins und Stadtbeigeordnete, Dieter Wilhelm, ist es allerdings "kein Zustand mehr, was da abgeht. Der Wirichplatz ist mehr Durchgangsstraße als Parkplatz." Aus seiner Sicht muss etwas passieren, "und zwar nach dem Motto, das wir uns als Stadt selbst vorgegeben haben: so viel Verkehr in der Innenstadt wie nötig, so wenig Verkehr wie möglich."
Liebe Leser, Ihre Meinung ist gefragt: Soll die Arensbergstraße komplett gesperrt werden? Oder haben Sie eine andere Idee für eine Lösung, mit der alle leben können? Schicken Sie uns eine (bitte möglichst kurze) E-Mail mit Begründung an die Adresse
eifel-echo@volksfreund.de. Bitte vollständigen Namen und Wohnort nicht vergessen!