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Anpfiff zum Umbau des Kelberger Sportplatzes

Anpfiff zum Umbau des Kelberger Sportplatzes

Der Umbau des Kelberger Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz mit Laufbahn und weiteren Sporteinrichtungen hat begonnen. Zudem hat sich der Rat der Verbandsgemeinde (VG) dafür ausgesprochen, dass auch ein neues Umkleidegebäude errichtet wird. Dadurch steigen die Kosten von bisher gut 900 000 Euro auf 1,37 Millionen Euro. Die ersten Aufträge für rund 500 000 Euro sind nun vergeben worden.

Kelberg. Der Sportplatz in Kelberg ist in einem so schlechten Zustand wie nie zuvor. Ringsum verlaufen Gräben, ausgegrabene Betonfundamente zieren die Anlage, der Platz ähnelt einer Kraterlandschaft. Doch das ist gewollt. Verantwortlich dafür ist der Sportverein DJK Kelberg, der in Eigenleistung bereits vorbereitende Arbeiten zur Sportplatzsanierung in Angriff genommen hat. Nach Auskunft des ersten VG-Beigeordneten Werner Rätz beteiligt sich der Sportverein mit 50 000 Euro Eigenleistung. "Das schaffen die locker", so seine Einschätzung.
Der DJK ist jedenfalls mit Elan bei der Sache. Schließlich weiß er am besten: "Es bestand ja auch wirklich Handlungsbedarf", wie es Vorsitzender Hubert Eich auf den Punkt gebracht hat.
Denn der 1975/76 gebaute Sportplatz ist bereits seit Jahren in einem desolaten Zustand: im Sommer eine Staubwüste und knüppelhart, bei Regen eine Seenplatte.
Zeichen dafür, dass zum einen der Belag des Platzes abgenutzt, zum anderen die Drainagen verstopft und somit nicht mehr funktionstüchtig waren. Und ein Hartplatz als Sportanlage für Schulkinder oder Fußballer ist ebenfalls schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.

Daher hat der VG-Rat bereits vor geraumer Zeit beschlossen, den Platz grundlegend zu sanieren. Erste Überlegungen, nur den Hartplatz zu erneuern oder einen Naturrasenplatz zu schaffen, wurden wieder verworfen. Vor allem wegen der Belastbarkeit und des Unterhaltungsaufwands wurde rasch auf eine Kunstrasen-Variante umgeschwenkt.
Und eine zweite gravierende Änderung hat sich ergeben: Anstatt das alte Umkleidegebäude komplett zu sanieren, wird nun - nicht zuletzt auf Anraten des ehemaligen rheinland-pfälzischen Innenministers Karl Peter Bruch - ein neues Gebäude errichtet. Dadurch steigen die Kosten um rund 470 000 Euro. Doch auch das alte Gebäude soll weiterhin genutzt werden: vorwiegend als Geräte- und Lagerraum. Zudem wird es weiterhin das Sportheim und die Umkleidekabine für den Schiedsrichter sein. Dafür sind ebenfalls kleinere Sanierungsmaßnahmen vonnöten.
Das neue Umkleidegebäude mit einer Länge von 17 und einer Breite von knapp 6,50 Metern soll zwischen Sportplatz und Tennisplatz entstehen und erstens einen Technikraum und zwei Umkleidekabinen samt Duschen und WCs beinhalten. Zweitens entstehen an der Stirnseite zum Tennisplatz zwei weitere, von außen zugängliche Toiletten.
Bürgermeister Karl Häfner (CDU) erläutert: "Es ist eine Mitnutzung des Gebäudes durch den Tennisclub vorgesehen. Und das Gebäude ist so geplant, dass auch eine Erweiterung leicht möglich ist." Alles für den Fall, dass es die bisherige Blockhütte des Tennisclubs nicht mehr macht.
Das Projekt "Umkleidegebäude alt und neu" stellt aber erst den zweiten Bauabschnitt des Gesamtvorhabens dar. Daher sagte Häfner auch: "Wir reden über solche Details wie die Entkernung und den Umbau des Altgebäudes, wenn wir wissen, wie viel Cash wir vom Land bekommen."
Für den ersten mit gut 900 000 Euro kalkulierten Bauabschnitt hat das Land bereits einen Zuschuss von 375 000 Euro bewilligt. Abzüglich der 50 000 Euro Eigenleistung bleibt ein Restbetrag von 475 000 Euro übrig. Den teilen sich VG und Ortsgemeinde (siehe Extra). Die VG hat nun die ersten beiden Aufträge für knapp 480 000 Euro vergeben. Demnach stellt die Firma Cordel aus Wallenborn den Sportplatz her, die Firma Boymann aus Glandorf baut die Beregnungsanlage ein. Nach Auskunft der VG-Verwaltung ist es vorgesehen, ab Mitte Juli mit dem Sportplatzumbau zu beginnen. Es wird davon ausgegangen, dass noch in diesem Jahr die Kunstrasen- und Kunststoffbeläge eingebaut werden - vorausgesetzt, dass die Witterungsverhältnisse dies zulassen. Die komplette Fertigstellung des ersten Bauabschnittes wird bis zum Frühjahr 2012 erwartet. Nachdem die ersten beiden Gewerke bereits vergeben sind, ist die Ausschreibung der Gewerke Kunstrasen und Kunststoffbeläge derzeit in Vorbereitung. Der Umbau des bestehenden DJK-Trakts sowie der Neubau eines Umkleidegebäudes ist für 2012 geplant. Wann letztlich damit begonnen und was exakt gemacht wird, hängt vom Landeszuschuss und dem Zeitpunkt der Bewilligung ab. mh Wegen des Standortvorteils beteiligt sich die Ortsgemeinde Kelberg in besonderem Maß an den Kosten für die Sanierung der Sportanlage und späteren Erneuerungsmaßnahmen. Das haben VG als Eigentümerin und Ortsgemeinde als Sitzgemeinde in einem Vertrag geregelt. Demnach übernimmt die Ortsgemeinde zur Hälfte alle Kosten, die nicht durch Zuschüsse und Eigenleistungen gedeckt sind. mh