Anstrengend aber schön

DAUN. Der Vulkan-Bike-Eifel-Marathon war auch bei der vierten Auflage wieder für einen Rekord gut. Rund 2500 Teilnehmer gingen bei der größten Mountainbike-Veranstaltung in Rheinland-Pfalz an den Start.

Karl Jurtschak aus Köln ist geschafft, aber glücklich. Er hat den Vulkan-Bike-Marathon erfolgreich zu Ende gebracht, nur das zählt. Sein Resümee nach der anstrengenden Tour durch die Eifel: "Der Vulkan-Bike-Marathon war schön, matschig und sehr anstrengend. Ein besonderes Lob gibt es für das Organisationsteam". Ein Treffpunkt der internationalen Mountainbiker-Szene ist der "Vulkan-Bike" inzwischen geworden. Mehr als 500 Niederländer, fast 300 Belgier, Luxemburger, Franzosen, ein paar Österreicher und auch der amtierende Europameister, Thomas Dietsch, waren unter den 2450 Teilnehmern, die sich am Samstag in der traumhaften Landschaft der Vulkaneifel über Wiesen und durch Wälder, vorbei an den "Augen der Eifel", den Maaren, ein knallhartes Rennen lieferten. 600 Bewerbern musste mangels verfügbarer Startplätze abgesagt werden. Drei Strecken, Marathon (101 Kilometer), Halbmarathon (57 Kilometer) und die Kurzstrecke (43 Kilometer) für Mountainbike-Einsteiger, die einmal in die Bike-Rennszene schnuppern wollten, galt es zu bewältigen. Den Vulkan-Bike-Marathon organisierte die Verbandsgemeinde-Verwaltung (VG) als Veranstalter mit Steffen Keiner an der Spitze, der für das Renommierprojekt der VG nun zum vierten Mal die Gesamtleitung hatte. Ursprünglich war eine Begrenzung von 2300 Teilnehmern vorgegeben worden, aber durch eine Panne bei den Internetanmeldungen mussten mehr Teilnehmer zugelassen werden. "Wir haben aber alles im Griff", beruhigte Projektleiter Steffen Keiner, der sich am Freitagabend die Hacken ablief, um die letzten Vorbereitungen am Startpunkt in Daun zu organisieren. Der "Vulkan-Bike" soll aber keine Veranstaltung mit immer mehr Teilnehmern werden. "Wir wollen nicht zur Waldautobahn werden, sondern wir möchten, dass die Biker die Eifel genießen und schön fahren können", sagte Keiner. Die Vulkanparty auf dem Marktplatz mit Musik, einer Bike-Show und einer virtuellen Präsentation der Strecke zeigte, dass das Unterhaltungsprogramm des Veranstalters ankam. Für alle Teilnehmer gab es dort auch eine Überraschung in Form eines Vulkan-Bike- Kalenders und ein Glas mit dem Logo der Veranstaltung. "Wir wollen damit erreichen, dass die Biker sich das ganze Jahr über an den Vulkan-Bike erinnern", erklärt Steffen Keiner. Rund 300 Helfer, darunter allein 170 Aktive von 14 Feuerwehren, Helfer von THW, DRK, MSC und des Skiclubs Daun sowie rund 50 Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung machten die Mammutveranstaltung erst möglich, die inzwischen auf höchstem europäischem Niveau angesiedelt ist. Teufelsrutsch, Mausefalle, die Abfahrt am Dronketurm und die berühmt-berüchtigte Treppe bei Daun-Weiersbach sowie der nasse Untergrund forderten ihren Tribut von den Radsportlern. Es gab viele Stürze mit Hautabschürfungen, und einige Teilnehmer mussten sogar mit Unterschenkel- und Armfrakturen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das Problem der wenigen Zuschauer an der Strecke bleibt dem "Vulkan-Bike" derweil weiter erhalten. Lediglich am Start/Ziel-Bereich in Daun war die Resonanz der Bevölkerung gut, an den ausgewiesenen Zuschauerpunkten und anderen markanten Punkten jedoch sehr gering.

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