1. Region
  2. Vulkaneifel

APRIL, APRIL: Licht, Luft, Transparenz

Infrastruktur : APRIL, APRIL: Licht, Luft, Transparenz

Die Nachricht, dass Schalkenmehren auf das bisweilen vorherrschende Park-Chaos mit einem Parkhaus reagiert war ein Aprilscherz!

(jupp) Als hätte die Gemeinde Schalkenmehren mit dem Projekt Gemeinde-, Kultur- und Generationenhaus (der TV berichtete) nicht schon genug zu tun, ist nun bereits das nächste Großvorhaben so gut wie in trockenen Tüchern: Das Maardorf bekommt das erste Unesco-Global-Geopark-Vulkaneifel-Parkhaus.

„Das ist schon eine große Ehre für uns“, sagt Ortsbürgermeister Peter Hartogh. Der Ort freut sich – vor allem an Sonnentagen, „und davon gibt es viele in Schalkenmehren“ (Hartogh) – über in die mehrere Tausend gehende Zahl von Gästen. Aber leider wird das doch so schmucke Dorf dann zugestopft mit (sich bewegenden und bereits abgestellten) Autos – zum Leidwesen von Zugereisten und Einheimischen, deren Sicherheit laut Ortsbürgermeister „dadurch gefährdet ist.“

Nun aber bahnt sich die Lösung schlechthin an: In Zusammenarbeit von Gemeinde, Geopark, Gesundland Vulkaneifel und den zuständigen Ministerien wird an der Errichtung eines Parkhauses auf dem jetzigen Großparkplatz im Weinbachtal gearbeitet.

„Licht, Luft, Transparenz“ kündigt der ob der Realisierung des kühnen Unterfangens restlos begeisterte Peter Hartogh an: „Das neue Parkhaus im Weinbachtal wird nach seiner Fertigstellung  nicht mehr an die dunklen Parkhäuser der 1970er-Jahre erinnern. Großzügige Stellflächen für die Autos, breite Rampen und Fahrwege, viel Lichteinfall durch die offene Bauweise.“

Die Bauarbeiten für das Prestige-Projekt sollen 2020 beginnen. Man rechnet mit 3000 bis bis 5000 Euro Kosten pro Stellplatz.

Das Parkhaus ist das erste hochbauliche Projekt in Schalkenmehren, mit dessen Fertigstellung der Ortsbürgermeister Peter Hartogh
im Frühsommer 2022 rechnet. Auf drei Ebenen sollen 200 Autos Platz finden. Im unteren Teil sind Behindertenparkplätze, beleuchtete Stellflächen für Frauen, Schwimmer, Angler, Wanderer und Familien vorgesehen. Letztere sind 3,50 Meter breit. Ansonsten biete jeder Parkplatz mit 2,60 Meter Breite genügend Raum zum Ein- und Aussteigen, so der Ortsbürgermeister.

Um auch für die Zukunft gewappnet zu sein, stehen sechs Stellflächen mit Ladestation speziell für Elektroautos bereit. „Ein Parkhaus ist absolut zukunftssicher, was die Elektromobilität angeht, weil es vergleichsweise einfach ist, neue Kabel zu verlegen und weitere Stellflächen für E-Autos bereitzuhalten“, erläutert Hartogh. Die Dachetage wird mit Photovoltaik bestückt, um die parkenden Elektroautos mit Ladestrom zu versorgen.

Unter dem großen Träger der Konstruktion beträgt die lichte Höhe 2,10 Meter – genug, um beispielsweise mit einem VW Bus das Parkhaus zu befahren. Ein rot-weißer Balken an der Einfahrt über die Kreisstraße 16 soll verhindern, dass Wagen mit zu hohen Aufbauten einfahren. Das 100 mal 30 Meter große Gebäude hat eine maximale Fassadenhöhe von 8,30 Meter, der Schacht für den Fahrstuhl beträgt zehn Meter. Die Rampen, die die drei Ebenen miteinander verbinden, werden gegen Witterungseinflüsse überdacht.

Die Einfahrt erfolgt über die Abbiegespur der K 16, die Ausfahrt aus dem Parkhaus erfolgt über die Straße „Im Flur“. Im Gegensatz zu den oberen betonierten Ebenen wird die untere gepflastert. Für die Gestaltung der Außenfassade wird Lärchenholz verwendet. Das Material ist langlebig und weckt beim Betrachter eine Ausstrahlung von Natürlichkeit.

Architektonisch soll das Gebäude an seine Umgebung anpasst werden. Ein- und Ausfahrten sind getrennt, um Gefahrensituationen zu vermeiden.

Das Parkhaus soll im Inneren hell und freundlich wirken. Abschließbare Boxen für Fahrräder sind vorgesehen. Um den Gästen den Weg zum beliebten Maarbad zu erleichtern, wird an einem Zubringerkonzept mit einem selbstfahrenden Kleinbus gearbeitet.

Als Voraussetzung für ein solches Projekt, das zur Verkehrsberuhigung beitragen soll, nennt der Ortsbürgermeister eine komplette Bewirtschaftung der öffentlichen Stellflächen im Mehr-Maare-Dorf. Sonst würden die unentgeltlichen Parkplätze genutzt, was dem Projekt die Wirtschaftlichkeit entziehe und zu zu viel Suchverkehr und Umweltbelastungen in der Kommune führe.