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Arzneimittel-Reimporteur aus Densborn setzt künftig auf Cannabisprodukte

Investition in der Eifel : Arzneimittel-Reimporteur aus Densborn setzt künftig auf Cannabisprodukte

Der Arzneimittel-Reimporteur erweitert seinen Hauptsitz in Densborn für 2,5 Millionen Euro. Nach der Übernahme durch das kanadische Unternehmen Aphria wird stark auf medizinische Cannabisprodukte gesetzt.

Die Firma CC Pharma – Reimporteur von Arzneimitteln, der im Januar dieses Jahres vom kanadischen Cannabisunternehmen Aphria übernommen wurde – investiert massiv in ihren Firmensitz in Densborn. Für 2,5 Millionen Euro wird der Standort um ein zweistöckiges Gebäude für Büro-, Produktions- und Lagerflächen erweitert – um 2600 auf dann 6400 Quadratmeter. Darin sollen künftig vor allem medizinische Cannabisprodukte gelagert werden – unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen, wie bei der Grundsteinlegung am vergangenen Freitag von der Geschäftsführung betont wurde.

CC Pharma feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen, und die Laune bei Geschäftsführung und Belegschaft ist gut – was vor allem mit der positiven Geschäftsentwicklung in den vergangenen drei Jahren zu tun hat (siehe Info). Zuvor machte die Firma nach einem anfänglich beinahe kometenhaften Aufstieg äußert turbulente Jahre durch: mit Rechtsstreitigkeiten, massiven Umstrukturierungen und Massenentlassungen. Inzwischen ist sie nach mehreren Geschäftsführerwechseln wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Und die Zuversicht ist groß, dass sie dort bleibt. So sagte Manfred Ziegler, einer von drei Geschäftsführern: „Aufgrund der anhaltenden positiven Entwicklung unseres Unternehmens planen wir für die nächsten drei Jahre bis zu 30 neue Arbeitsplätze zu schaffen.“

Die Basis dafür sollen die Verstärkung des bisherigen Geschäfts sowie die Expansion auf neue Geschäftsfelder schaffen. So will CC Pharma künftig auch Schönheitsprodukte und Nahrungsergänzungsmittel vertreiben – und vor allem: medizinische Cannabisprodukte. Geschäftsführer Ziegler sagte. „Wir sind diesbezüglich bereits einer der wichtigsten Player n Deutschland. Und wir werden das Geschäft ausbauen.“ Etwas weiter ging noch Hendrik Knopp, der dritte Geschäftsführer und verantwortlich für den Bereich Cannabis: „Vor zwei Jahren gab es in Deutschland 1000 Patienten für medizinisches Cannabis in Deutschland. Heute sind es annähernd 50 000. Darauf reagieren wir. Wir wollen das Amazon des Cannabis werden.“ Zum Vergleich: In Kanada, wo die Mutterfirma Aphria sitzt, würden bereits monatlich 40 000 Patienten mit Cannabisprodukten versorgt.

Feierlaune bei CC Pharma: CDu-Bundestagsabgeordneter Patrick Schnieder (links) hilft im Beisein aller weiteren Verantwortlichen Geschäftsführer und Firmengründer Thomas Weppelmann beim Verschließen der Zeitkapsel, die ins Fundament des Erweiterungsgebäudes gelegt wird. Foto: TV/Mario Hübner
Feierlaune bei CC Pharma: Bei der Grundsteinlegung des Erweiterungsgebäudes ist die Geschäftsführung um Firmengründer Thomas Weppelmann (Dritter von rechts) in bester Stimmung. Foto: TV/Mario Hübner
Vorarbeiter Rainer Dietrich (Zweiter von links) und seine Kollegen stellen das Betonfundament des neuen Erweiterungsgebäudes her. Foto: TV/Mario Hübner
Mit vereinten Kräften: Vorarbeiter Rainer Dietrich (Zweiter von links) und seine Kollegen stellen das Betonfundament des neuen Erweiterungsgebäudes von CC Pharma her. Foto: TV/Mario Hübner

Betriebsratschefin Petra Liske freut sich, dass die Firma wieder in gutem Fahrwasser sei, dass wieder eingestellt werde, auch Azubis. Das sei ein Verdienst der neuen Chefs, die etwas für die Mitarbeiter tun würden, und natürlich der gesamten Belegschaft. Sie sagt: „Die Erweiterung gibt allen Beschäftigten das gute Gefühl, dass der Standort und die Jobs sicher sind.“