"Auf der Acht" bietet 60 Bauplätze

MEHREN. Um die große Nachfrage nach Bauland vor allem von Familien mit Kindern zu befriedigen, hat die 1500-Einwohner-Gemeinde Mehren ein neues Baugebiet ausgewiesen. 60 Bauplätze stehen zur Verfügung.

Das Baugebiet "Auf‘m Hassel" in Mehren hat sich seit Fertigstellung der ersten Wohnhäuser im Jahr 1994 zu einer "kleinen Stadt" entwickelt. Die der Gemeinde gehörenden Grundstücke auf diesem Areal waren innerhalb von drei Jahren verkauft. Von rund 100 Baustellen sind 75 bebaut. Die noch freien Baustellen sind in privater Hand und stehen für Bauwillige nicht zur Verfügung. In der Sitzung am 2. April 1996 fasste daher der Gemeinderat Mehren den einstimmigen Beschluss, den Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Daun für ein neues Baugebiet mit dem Namen "Auf der Acht" zu erweitern. Anfang September 2002 kam der formelle Aufstellungsbeschluss. Von 1993 bis 2002 wurden in Mehren etwa 95 Häuser gebaut, teilweise mit mehreren Wohnungen. So stieg auch die Einwohnerzahl in diesem Zeitraum von 1212 auf 1522. Das macht ein Plus von 310. "Die Nachfrage nach Bauland war in den vergangenen Jahren wieder enorm. Vor allem bei jungen Familien mit Kindern bestand Interesse, weil unser Ort mit Kindergarten, Ganztagsgrundschule, Gewerbe- und Grundversorgung und regem Vereinsleben eine intakte Infrastruktur vorweist", erklärt Ortsbürgermeister Josef Ring. Zudem verweist er auf die Nähe zu den Zentren Wittlich-Trier sowie Koblenz-Mayen über die von Mehren aus schnell erreichbare A 1/A 48. Naturnaher Spielplatz soll integriert werden

Das neue Baugebiet mit 5,5 Hektar Fläche, auf der Grundstücke mit 650 bis 750 und fast 900 Quadratmetern zur Verfügung stehen, reicht im Norden an das Baugebiet "Radbüsch" heran, das Ende 1960 erschlossen wurde. In südwestlicher Richtung schließt es eine Lücke zum Ortsrand "Hostert". Zur Verfügung stehen 60 Bauplätze. Insgesamt hat die Ortsgemeinde von Privateigentümern rund 40 000 Quadratmeter Fläche erworben. Die Erschließung erfolgt über die Straße "Radbüsch" und die Allscheiderstraße. Bisher wurde das neue Bauland vornehmlich als Weideland genutzt. Das Baugebiet ist als "Allgemeines Wohngebiet" geplant; zulässig sind Wohngebäude als Einzel- und Doppelhäuser, Läden, Schank- und Speisewirtschaften, Beherbergungsbetriebe sowie so genannte "nicht störende" Handwerksbetriebe. Für Gartenbaubetriebe, Tankstellen oder Anlagen für kirchliche, kulturelle und sportliche Zwecke werden keine Genehmigungen erteilt. Pro Wohngebäude werden zwei Wohnungen akzeptiert. Der Bau eines naturnahen Spielplatzes ist vorgesehen. Die Erschließungsplanungen für Straßen, Plätze und die Abwasserentsorgung sind bereits in Auftrag gegeben. "Bisher gab es keine größeren Vorbehalte zum neuen Baugebiet. Die positive Bewertung überwiegt", sagt Ortsbürgermeister Ring. Er bedauert, dass vor allem von 1999 bis 2001 etliche Bauanfragen negativ beantwortet werden mussten, da keine Baustellen zur Verfügung standen. Derzeit liegt bei Ring bereits eine "Vormerkliste" mit etwa zehn Bauinteressierten vor. Genaue Grundstückspreise und Erschließungskosten kann er zurzeit noch nicht nennen. Hintergrund seien Verzögerungen aufgrund der Klage eines Bürgers gegen die Gemeinde wegen eines Vorkaufsrechts. Kreisrechtsausschuss, Verwaltungsgericht Trier und Oberverwaltungsgericht Koblenz haben aber grünes Licht gegeben. Detaillierte Auskünfte über das neue Baugebiet "Auf der Acht" erteilt Ortsbürgermeister Josef Ring, Feldstraße 1, 54552 Mehren, Telefon: 06592/4701, Fax: 06592/3559. In der Frage notweniger Ausgleichsflächen beschreitet die Gemeinde Mehren nicht den Weg, Flächen anzukaufen. Statt dessen setzt der Ort auf die Einrichtung eines Ökokontos. Was es damit auf sich hat, lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.