Pitter: Auf die guten Vorsätze!

Pitter : Auf die guten Vorsätze!

War mir doch klar, dass sich niemand aus der Deckung traut. Erst große Töne spucken, welche guten Vorsätze im neuen Jahr an der Reihe sind – und dann toten Mann spielen, wenn es schon am Neujahrstag damit vorüber ist.

Nach dem Motto: Kann mich gar nicht mehr dran erinnern! Aber egal. Hatte ich schon erwähnt, dass ich keine guten Vorsätze habe, da es da nichts zu verbessern gibt? „Nee, da ist Hopfen und Malz schon lange verloren“, schallt es aus dem Haus.

Also so was! Wo war ich doch gleich? Ach ja: die guten Vorsätze. Ich muss wirklich mal betonen, dass es damit in der neuen Machtzentrale der Vulkaneifel – nein der Eifel, was sage ich: des Landes – gut bestellt ist. Wo die ist? Natürlich in der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein – dem Land zwischen Salmwald, Losheimer Graben und Ahr (zumindest fast). Wer – wie die Dauner Gauner – das nicht glauben mag, hier ein paar Fakten: Wie viele Leute sitzen bei euch im VG-Rat? Schlappe 36. Und in Gerolstein? 40!!! Das sind sogar zwei mehr als im Kreistag. Fragt sich also, wofür man den überhaupt noch braucht. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu den guten Vorsätzen: Im neuen VG-Rat von Gerolstein sind die neugewählten Chefs jedenfalls noch aus echtem Schrot und Korn: Haben hoch und heilig geschworen (und etwa einhundert Mal wiederholt), dass sie sich alle wieder lieb haben und auch alle mit dem neuen Bürgermeister HP Böffgen zusammenarbeiten wollen. Wer sollte also daran zweifeln?

„Noch vor vor wenigen Wochen hatten die gleichen Leute den Böffgen aber gar nicht so lieb und hätten lieber mit einem anderen auf Sansibar gefeiert und dann die Eifel regiert“, merkt Walburga etwas überkritisch an. Ist doch alles Schnee von gestern, außerdem bekommt das Klima in Ostafrika dem Eifeler ohnehin nicht. Ich bin mir sicher: Diese guten Vorsätzen werden mit Sicherheit nicht gebrochen – zumindest bis Ende Januar.

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