Auf Zack

Sie sind schon auf Zack, die Jungs und Mädels im Gerolsteiner Rathaus. Während die Politiker noch diskutieren und diskutieren und dann irgendwann einmal abstimmen, packen sie die Probleme direkt bei der Wurzel.

Da wird nicht lange gefackelt, sondern gehandelt. Schließlich ist Zeit Geld, und davon hat die Kommune nichts zu verschenken. Zum Beispiel die Fußgängerzone: Während sich die Politiker seit Jahren darüber streiten, ob sie nun geschlossen bleiben oder geöffnet werden soll, und falls ja, wie lange und von wann bis wann; während Arbeitskreise gegründet werden und sich wieder in Luft auflösen; während allerlei Vorschläge zur Verkehrsführung gemacht, diskutiert, wieder verworfen oder schlicht ignoriert werden; ja während hier und da noch unnütz und endlos geredet wird, schafft die Verwaltung Fakten. Da ist sich auch ein Abteilungsleiter nicht zu schade und greift schon mal selbst zu Farbe und Pinsel und zeichnet dort, wo es richtig ist, Parkplätze ein. Hätten die Damen und Herren Beamten schon früher solchen Mut und solche Entschlusskraft bewiesen, hätte die Leichenhalle bestimmt zwei, drei Jahre früher gestanden, wären sämtliche Schulen auf Vordermann gebracht und Straßen erneuert worden. Bei solchen Aktivposten braucht man diese ganzen Räte, Ausschüsse, Arbeitskreise und sonstigen Debattierclubs nicht. Was das an Sitzungsgeldern sparen würde. Und die Kosten für die Kommunalwahl fielen ebenfalls nicht an. Nur wohin mit dem Geld? Vielleicht könnte für jeden Ratshausmitarbeiter eine Heimwerker-Ausrüstung angeschafft werden. Gerolstein wäre in kurzer Zeit eine einzige blühende Landschaft, glaubt