Aufräumarbeiten in Gerolstein dauern bis einschlißlich Mittwoch an.

Kostenpflichtiger Inhalt: Wetter : Sabine war zu stark für die Lissinger Linde

Ein Sturm hat den Baum an der Kirche umgeworfen, verletzt wurde niemand. Auch heute wird in Gerolstein aufgeräumt.

Das Sturmtief Sabine wirkt noch immer in der Region nach und hält Einsatzkräfte von Straßenmeistereien, städtischen Bauhöfen und dem Forst weiter in Atem. In Gerolstein-Lissingen hat der Sturm am Montagmorgen die große Linde auf dem Platz an der Kirche umgeworfen – wie Leser Till Habel-Thomé dem TV mitteilte mit den Worten: „Montag, 8.05 Uhr: Der Sturm Sabine hat die 250 Jahre alte Linde, Wahrzeichen von Ort und Friedhof, umgeworfen.“

Der Baum streifte die Kirche, hinterließ dabei an der Fassade einige Kratzer und krachte auf den Boden. Verletzt wurde niemand, da sich zu diesem Zeitpunkt keiner auf dem Friedhof aufhielt. Die Schäden hielten sich in Grenzen, wie Helmut Pawlak, Vorarbeiter des städtischen Bauhofs, berichtete: „Der stattliche, rund 18 bis 20 Meter hohe Baum mit einem Stammdurchmesser von fast einem Meter hat die Kirche bloß gestreift, sodass beispielsweise das Dach unbeschädigt blieb. Er ist aufs Gräberfeld gefallen, wo ein Grab in Mitleidenschaft gezogen wurde: Die Marmorplatte ist kaputtgegangen. Die Stadt hat aber bereits mit den Angehörigen gesprochen und zugesagt, den Schaden zu regeln.“

Ein Team des Bauhofs hat Montag den Baum kleingeschnitten und am Dienstag die schweren Stücke des Stamms mit Greifer und Traktor auf einem Kleinlastwagen geladen und  abgefahren sowie den Friedhof wieder soweit hergerichtet. Doch die Mannen hatten auch andernorts noch zu tun.

Auf dem Friedhof in Büscheich hat der Sturm ebenfalls einen Baum, eine laut Pawlak stattliche, rund 18 Meter hohe Buche umgeworfen. Diese sei zwar auf ein Grab gefallen, es sei aber kein Schaden angerichtet worden. Auch diesen Baum hat ein Team des Bauhofs kleingeschnitten und entsorgt. Danach folgte ein Einsatz zwischen Rasbach und Sportplatz in Gerolstein, wo eine ganze Gruppe von rund zehn Fichten sich durch den Sturm bedrohlich geneigt hatte und auf Straße und Radweg zu fallen drohte.

„Die Bäume haben wir daher vorsorglich gefällt. Eine Sicherheitsmaßnahme“, sagte der Vorarbeiter. Zudem seien seine Leute dauerhaft damit beschäftigt gewesen, markante Punkte auf Gefahrenstellen zu untersuchen, wie das Bestattungsareal unter Bäumen auf dem Waldfriedhof.

Die 250 Jahre alte Linde an der Kirche, eines der Wahrzeichen von Gerolstein-Lissingen, ist dem Sturm Sabine zum Opfer gefallen. Foto: Habel-Thomé
Das Sturmtief Sabine sorgt weiter für Straßensperrungen und hält Einsatzkräfte weiter in Atem. In Gerolstein-Lissingen haben die Mitarbeiter des Bauhofs die 250 Jahre alte Linde an der Kirche, die vom Sturm umgeworfen wurde, kleingeschnitten und abtransportiert, sowie weitere schiefhängende Bäume (zum Beispiel am Sportplatz) vorsorglich gefällt. Foto: TV/Mario Hübner
Das Sturmtief Sabine wirkt noch immer in der Region nach und hält Einsatzkräfte von Straßenmeistereien, städtischen Bauhöfen und dem Forst weiter in Atem. Foto: TV/Mario Hübner
Das Sturmtief Sabine wirkt noch immer in der Region nach und hält Einsatzkräfte von Straßenmeistereien, städtischen Bauhöfen und dem Forst weiter in Atem. Foto: TV/Mario Hübner
Das Sturmtief Sabine wirkt noch immer in der Region nach und hält Einsatzkräfte von Straßenmeistereien, städtischen Bauhöfen und dem Forst weiter in Atem. Foto: TV/Mario Hübner

Aber dort musste kein schweres Gerät eingesetzt werden. Zudem sei die Kehrmaschine „dauerhaft im Einsatz“, da beinahe überall, wo Bäume stehen, Äste, Zweige und Kiefernzapfen auf Straßen und Wege geweht wurden. „Wir sind seit Montag mit zehn Mann im Einsatz, um die Sturmfolgen zu beseitigen, das wird auch am Mittwoch noch so sein“, sagt Pawlak.