Aufwendiges Projekt: Es läuft der Ausbau der Landesstraße 46 in Daun

Straßenbau : Letzter Abschnitt wird erst 2020 realisiert

Aufwendiges Projekt: Seit Anfang des Jahres läuft der Ausbau der Landesstraße 46 in Daun. Die damit verbundene Vollsperrung wird noch einige Wochen Bestand haben, aber über den Winter verspricht der LBM freie Fahrt.

Günter Altmeier, Ortsbürgermeister von Üdersdorf, erreichen  in jüngster Vergangenheit immer wieder Anfragen: „Etliche Bürger wollen von mir wissen, wie lange die Zufahrt nach Daun noch gesperrt ist.“ Hintergrund, warum der Bürgermeister gefragt wird: Seit Anfang des Jahres wird in der Kreisstadt auf dem Teilstück der Landesstraße 46 zwischen dem Kreisel an der Mehrener Straße  und dem Stadtteil Gemünden gebaut – durchweg unter Vollsperrung, lediglich die Zufahrt zu den dort ansässigen Betrieben wie den Dauner & Dunaris Quellen (Dauner Sprudel) ist während der Arbeiten gewährleistet.

Vollsperrung bedeutet, dass der, der von Daun beispielsweise Richtung Manderscheid will, den Umweg über das Weinfelder Maar nehmen muss. Was natürlich auch für Günter Altmeier gilt, der Verständnis hat für die Nachfragen, wie lange noch gesperrt sein wird, den seit Monaten längeren Weg aber gelassen nimmt: „Auch wenn es mal lästig ist, sollten wir uns aber trotzdem freuen, dass es gemacht wird. Ich denke, dass sich die Geduld lohnt, am Ende werden wir froh sein über das Ergebnis.“

Mit dem Ausbau der L 46 hat sich die Stadt Daun über lange Zeit befasst. Mehrfach stand das Vorhaben auf der Projektliste des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, wurde aber beispielsweise 2016 verschoben, weil die Strecke als Umgehung für die Arbeiten auf der Bundesstraße 257 bei Wallenborn gebraucht wurde.

2018 sollte es nach der Dauner Kirmes losgehen, aber auch dieser Termin wurde verschoben. Tatsächlich wird seit Frühjahr diesen Jahres gearbeitet, umgesetzt wird das Projekt von der Firma Lehnen aus Wittlich.

Auf den Teilstücken vom Kreisel Mehrener Straße über das Gelände des TuS Daun bis zur Zufahrt zum Seniorenheim Haus Sonnental „ging es gut voran“, berichtet Tobias Schiffels von der Straßenmeisterei Daun, der das Projekt betreut. Im Bereich des früheren Minigolfplatzes ist eine Mittelinsel als neue Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer entstanden. Ein dicker Brocken waren die die Arbeiten entlang des Dauner Kurparks. Um die dortigen Quellen zu schützen, mussten doppelt abgesicherte Rohre verwendet werden.

Derzeit wird auf dem Bauabschnitt bis zur Einmündung Gemünden gearbeitet. Foto: Stephan Sartoris. Foto: TV/Stephan Sartoris
Derzeit wird auf dem Bauabschnitt bis zur Einmündung Gemünden gearbeitet. Foto: TV/Stephan Sartoris
Sieht schon so gut wie fertig aus: das Teilstück von der Einmündung Maria-Hilf-Straße bis zum Parkplatz oberhalb des Kurparks. Foto: Stephan Sartoris. Foto: TV/Stephan Sartoris
Sieht schon so gut wie fertig aus: das Teilstück von der Einmündung Maria-Hilf-Straße bis zum Parkplatz oberhalb des Kurparks. Foto: TV/Stephan Sartoris

Derzeit wird bis zur Einmündung Gemünden gebaut, „damit werden wir auch in diesem Jahr fertig“, erklärt Schiffels. Voraussichtlich im November bekommt dieses Teilstück eine neue Asphaltdecke. Danach werde zwar noch bis Dezember weitergearbeitet, „aber es wird nichts mehr aufgerissen.“ Diese Aussage bezieht sich auf den Bereich der Kreuzung L 46/L 64 bis zum Gasthaus Zu den Maaren. Dieses Areal wird neu gestaltet, aber damit wird laut LBM erst 2020 begonnen, wenn es die Witterung zulässt. Damit beispielsweise Wanderer die Straße sicher überqueren können, soll eine Überquerungshilfe in Form einer breiten Mittelinsel entstehen. Etwas Geduld ist also noch gefragt, auch von den Üdersdorfern, denn die Vollsperrung gilt noch für einige Wochen. Aber fest steht: Über den Winter wird die Straße befahrbar sein.

Mehr von Volksfreund