1. Region
  2. Vulkaneifel

"Augen der Eifel" glänzen

"Augen der Eifel" glänzen

Dünen, Gletscher, Seen - welches ist der Deutschen beliebtestes Naturwunder? Das hat die Heinz-Sielmann-Stiftung in einer Internetabstimmung ermitteln lassen. Unter den 42 Vorschlägen aus ganz Deutschland waren auch die Dauner Maare. Sie kamen auf den neunten Platz.

Daun. Rund zwei Monate lang konnten die Internetnutzer über die schönsten Naturwunder Deutschlands abstimmen und haben davon rege Gebrauch gemacht. "Wir waren völlig baff wegen der großen Teilnahme", sagt Michael Spielmann, Vorstand der in Duderstadt bei Göttingen ansässigen Heinz-Sielmann-Stiftung.

An der Abstimmung im Netz beteiligten sich rund 20 000 Internetnutzer. Die Auswahl war groß: 42 Naturwunder aus Urlaubsregionen in allen Bundesländern waren vorgeschlagen worden, von der Bastei im Elbsandsteingebirge, den Kreidefelsen auf Rügen bis zum Wattenmeer an der Nordseeküste. Dieses wurde mit 11,3 Prozent zu Deutschlands schönstem Naturwunder gewählt.

Auf den nächsten Plätzen folgen die Felsformation Bastei in der Sächsischen Schweiz (7,9), die Kreidefelsen auf Rügen (6,7) und die Lüneburger Heide mit 6,2 Prozent. Knapp dahinter die Dauner Maare mit 4,3 Prozent auf dem neunten Platz. Der Spreewald und das Nördlinger Ries blieben hinter den Eifeler Schönheiten.

Erfreut über das Abschneiden der Maare ist Werner Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun, Vorsitzender des Tourismus- und Heilbäderverbands Rheinland-Pfalz und Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinland Pfalz Tourismus GmbH. Für ihn beweist die große Resonanz auf den Wettbewerb generell das Bewusstsein der Deutschen für Natur und Umwelt und das Interesse an einmaligen oder herausragenden Naturerlebnissen. Angesichts der starken Konkurrenz beweise die Platzierung der Dauner Maare, dass auch sie bundesweit einen beachtlichen Bekanntheitsgrad hätten, stellt Klöckner fest.

Auch für Dauns Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen ist das Abschneiden "seiner Heimat" eine große Überraschung. "Als jemand, der unsere Maare besonders liebt, kann ich gut verstehen, dass so viele Leute für sie gestimmt haben. Auf den neunten Platz bin ich schon ein bisschen stolz. Es ist für mich aber überraschend, dass so viele Leute in Deutschland die Maare kennen".

Nicht ganz zufrieden mit der Platzierung ist Andreas Schüller, wissenschaftlicher Leiter des Natur- und Geoparks Vulkaneifel, "aber immerhin sind wir unter den ersten zehn. Das spricht für die Region und die Landschaft und zeigt, dass die Eifel auch deutschlandweit anerkannt wird".

Die Sielmann-Stiftung will den Wettbewerb im nächsten Jahr wiederholen. Mit dem Naturwundersieger wird die Stiftung 2010 eine Kampagne bestreiten, die die Bekanntheit der Region weiter fördert. Durch die Einführung des Aufklebers "Heinz Sielmann Naturwunder 2010" kann dann in der Region mit der Auszeichnung aktiv geworben werden.

Die 42 Teilnehmer des diesjährigen Naturwunder-Wettbewerbs sind noch weiterhin mit Kurzbeschreibungen auf der Webseite der Stiftung unter www.sielmann-stiftung.de zu sehen.