Aus für Idee vom Ideenwettbewerb

Aus für Idee vom Ideenwettbewerb

GEROLSTEIN. Der Stadtrat Gerolstein hat den Grundsatzbeschluss gefasst, dass für maximal 500 000 Euro auf dem Waldfriedhof eine neue Leichen- und Einsegnungshalle gebaut werden soll. Planung und Bauaufsicht übernimmt die Bauabteilung im Rathaus. Damit ist die Idee vom Ideenwettbewerb vom Tisch.

Der Grundsatzbeschluss zum "Endlosthema" Leichenhalle basiert auf dem Vorstoß der WG Möller, die endlich Nägel mit Köpfen machen wollte. Denn: Obwohl das Vorhaben wegen Geldmangels aus dem Etat für 2006 gestrichen worden war, soll dieses Jahr dennoch genutzt werden, um sämtliche Vorplanungen abzuschließen und das Projekt 2007 realisieren zu können. Darauf hatte sich der Stadtrat bereits Ende vergangenen Jahres weitgehend geeinigt - aber das Thema nicht sofort wieder zu Beginn dieses Jahres aufgegriffen. Und so die WG Möller auf den Plan gerufen. Fraktionssprecher Hans-Joachim Stief hatte bereits in der Bauausschuss-Sitzung, die der ersten Stadtrats-Sitzung in diesem Jahr vorangegangen war, moniert, dass das Thema Leichenhalle nicht behandelt wurde, "obwohl genau das in der letzten Stadtratssitzung 2005 beschlossen worden war". Daher der erneute Antrag. Grundsätzlich sprach sich der Stadtrat auch für die neue Marschrichtung aus. Der Antrag der WG Möller wurde in einigen Teilen aber abgelehnt. So gab es keine Mehrheit für die Reduzierung der Gesamtkosten auf 420 000 Euro. Für die Obergrenze von 500 000 Euro sprachen sich die CDU- und die SPD-Fraktion aus, die zusammen auf 16 von 21 Stimmen kamen.Während sich die beiden UWGler der Stimme enthielten, stimmten die beiden anwesenden Vertreter der WG Möller sowie der für die Grünen im Rat sitzende Horst Lodde dagegen. Er begründete: "Die Erfahrung zeigt: Wenn 500 000 Euro festgelegt werden, werden sie auch ausgegeben, oder gar noch mehr." Dagegen protestierte SPD-Fraktionssprecher Herbert Lames. Er sagte: "Eine Nachfinanzierung darf es auf keinen Fall geben." Und auch Volker Simon von der CDU-Fraktion meinte: "Es darf nicht unser Bestreben sein, das gesamte Geld auszuschöpfen. Im besten Fall sollten wir die Obergrenze weit unterschreiten." Diese Ansicht wiederum brachte Gerd Möller (WG Möller) auf den Plan. Er zeterte: "Die Einsparung, die wir durch die Aufgabenübertragung an die Bauabteilung der Verwaltung erzielt haben, soll jetzt an anderer Stelle des Projekts wieder ausgegeben werden. Das macht keinen Sinn." Wenig Sinn machte für die Fraktionen auch die Idee der WG Mölller, für die Planung des Gebäudes einen Ideenwettbewerb unter den Gerolsteiner Architekten zu veranstalten. Die Idee wurde verworfen.