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Ausbau der L46 bei Daun: Nun geht's wirklich bald los

Verkehr : Ausbau der L 46: Nun geht‘s wirklich bald los

Aufgeschoben, nicht aufgehoben: Das erste Teilstück ist ab Montag gesperrt. Das Vorhaben kostet 3,5 Millionen Euro.

Dauerbrenner Ausbau L 46: Mit dem Thema befasst sich die Stadt Daun schon lange. Mehrfach stand das Vorhaben schon auf der Projektliste des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, wurde aber beispielsweise 2016 verschoben, weil die Strecke als Umgehung für die Arbeiten auf der B 257 bei Wallenborn gebraucht wurde. Im vergangenen Jahr wurde ein Baubeginn unmittelbar nach der Dauner Kirmes in Aussicht gestellt, aber auch dieser Termin wurde verschoben.

Nun aber geht’s wirklich los: Die Firma Lehnen aus Wittlich, die sich gegen vier Mitbewerber durchgesetzt hat, rückt an. Die Bauarbeiten werden laut LBM in mehrere Abschnitte eingeteilt. In der am 18. Februar beginnenden Bauphase wird zwischen dem Kreisverkehr Mehrener Straße und der Zufahrt Getränke Schreiner l unter Vollsperrung gearbeitet. Die Zufahrt zum Dauner Sprudel und zum Getränke-Handel ist dann nur aus Richtung Daun-Gemünden möglich. Eine Umleitungsstrecke in Richtung Mehren und dann am Weinfelder Maar bis zur Kreuzung L 46/L 64 in Daun-Gemünden (und umgekehrt) ist ausgeschildert. Während dieser Umleitungsphase wird die Sperrung für den Schwerverkehr zwischen dem Weinfelder Maar und Daun-Gemünden aufgehoben.

Was kostet das Projekt und wer zahlt? Die Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. 2,46 Millionen Euro übernimmt das Land, Kanal- und Wasserleitungen schlagen mit knapp 900 000 Euro zu Buche, die Erneuerung der Gehwege kostet die Stadt 171 000 Euro.

Wie lange wird der komplette Ausbau dauern?  „Wir beabsichtigen, die Maßnahme L 46 in diesem Jahr weitgehend abzuschließen“, sagt Bruno von Landenberg, stellvertretender Leiter des LBM Gerolstein.  Erst nach Umsetzung dieses Projekts kann die die Mehrener Straße in Angriff genommen werden. Seit dort seit Sommer 2017 auch der Hit-Markt residiert, gibt es immer wieder Klagen über das Fehlen vernünftiger Abbiegespuren.

Was ändert sich durch den Ausbau? Neu gestaltet wird der Bereich Zufahrt nach Gemünden/Gasthaus Zu den Maaren. Damit Schüler und Wanderer die Straße sicher überqueren können, entsteht eine Überquerungshilfe in Form einer breiten Mittelinsel in der Fahrbahn. Im Bereich des früheren Minigolfplatzes wird es ebenfalls eine Mittelinsel als neue Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer geben. Aber: An einen durchgängigen Radweg wurde nicht gedacht. Dabei nutzen vor allem im Sommer viele Jugendliche den Weg per Rad zum Maar.

Wie stehen die Gewerbetreibenden zum Ausbau? Stefanie Mayer-Augarde, Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV), betont die Notwendigkeit einer guten Kommunikation und Beschilderung der Umleitungsstrecken: „Gerade als Qualitätsstadt muss dies gewährleistet sein, damit das Einkaufen und das gastronomische oder Freizeit-Erlebnis gut erreichbar bleibt, ganz gleich aus welcher Richtung man in die Stadt kommt oder zu den Maaren und zum Kurpark will.“ Mit einem derzeit auszutüftelnden Maßnahmenplan wollen Q-Stadt-Betriebe und GVV die Attraktivität der Stadt so erweitern, dass niemand aus Baustellenfrust einen Bogen um Daun macht. „Das hat für uns Priorität.“ Sorgen könnte sich beispielsweise die Jugendherberge machen, welche häufig fußläufig von der Bushaltestelle in Höhe Getränke Schreiner angesteuert wird oder während der Baumaßnahmen Einsätze von Rettungswagen benötigen könnte.

Hier beruhigt Dietmar Welling, Leiter der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Daun, welche an den Planungen beteiligt ist: „Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei können die K 33, den Kosmosradweg von Pützborn nach Gemünden, nutzen. Für alle anderen bleibt die Strecke aber gesperrt.“ Er erläutert auch die Notwendigkeit der langen Vollsperrung: „Sie dient dem Heilquellenschutz, denn die Rohre müssen besonders gesichert sein. Da muss ausgeschlossen sein, dass zu nah daran vorbeigefahren wird.“

Welche Bauabschnitte folgen? Ursprünglich geplant waren sechs einzelne Bauabschnitte. Nun werden die ersten beiden zusammen erledigt. „Andernfalls hätten wir eine noch längere Sperrung zwischen Kreisverkehr und Kurpark“, erläutert Welling. „Auf keinen Fall wird es in dem Bereich 2019 eine Winterbaustelle geben. Falls die Arbeiten länger dauern, wird pausiert und später fortgesetzt.“

Ein weiteres Straßenprojekt in Daun steht an: Am 11. März beginnen die Arbeiten in der Jahnstraße. Hierzu gibt es im Forum am 7. März um 18 Uhr eine Infoveranstaltung für die Anlieger.