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Ausbau erst nach dem Winter

Ausbau erst nach dem Winter

Verschiebung: Die Ortsdurchfahrt von Neroth wird zwar für knapp 1,3 Millionen Euro saniert - aber mit dem Ausbau, für den rund ein Jahr Bauzeit veranschlagt ist, wird erst nach dem Winter begonnen.

Neroth. "Die Firma, die den Auftrag zum Ausbau der Ortsdurchfahrt von Neroth erhalten hat, ist derzeit noch dabei, die K 54 in Oberbettingen auszubauen. "Daher wurde in Absprache mit dem Ortsbürgermeister beschlossen, erst im Frühjahr mit der Maßnahme zu beginnen", sagt Josef Arens, Fachbereichsleiter Bau des Landesbetriebes Mobilität in Gerolstein.

Neroths Ortsbürgermeister Egon Schommers hätte zwar lieber schon den ersten Bauabschnitt (vom Ortseingang aus Richtung Oberstadtfeld bis zum Metallbaubetrieb Gehendges) bis Weihnachten beendet gesehen, findet aber auch Verständnis für die jetzige Entscheidung. Er sagt: "Es bringt ja auch nichts, jetzt noch die Straße aufzureißen. Und während des Winters tut sich dann monatelang nichts mehr, aber die Anwohner haben mit dem Dreck zu kämpfen." Dem Ortsbürgermeister ist es daher lieber, "jetzt zu warten, aber dann im Frühjahr sofort loszulegen und auch zügig zu arbeiten".

Trotz der Verzögerung freut er sich auf dem Ausbau, der "für Neroth eine ganz große Nummer" darstellt. Er sagt: "Ich denke, dass dadurch nicht nur das Dorf verschönert, sondern auch die Sicherheit für die Fußgänger - allem voran Senioren, Kinder sowie Mütter mit Kinderwagen - erhöht wird." Allein schon wegen der beiden Überquerungshilfen. Zudem bringe der Ausbau eine Entlastung der lärmgeplagten Anwohner, "die seit Jahren darüber geklagt haben, dass es Tag und Nacht vor ihrer Haustür wegen der schlechten Straße gerumpelt hat". Bevor es soweit ist, müssen die Nerother aber nach Einschätzung von LBM-Mann Arens eine Bauzeit von mindestens einem Jahr einkalkulieren.

Straße soll übersichtlicher werden



Auf einer Länge von 1,1 Kilometern wird die Landesstraße 27 durch den gesamten Ort (vom Ortseingang aus Richtung Oberstadtfeld bis zum Ortsausgang in Richtung Kirchweiler) komplett erneuert - also Untergrund und neue Asphaltschichten. Darüber hinaus werden punktuell der Kanal und über eine längere Strecke die Wasserleitung ausgetauscht sowie die Rohre erneuert, in denen der Bach parallel zur Straße auf etwa 100 Metern Länge geführt wird.

Neben der L 27 wird auch der Kreuzungsbereich an der Einmündung der Kreisstraße 33 (in Richtung Neunkirchen) erneuert. Dadurch soll die Stelle übersichtlicher werden. Zudem wird die K 33 noch gut 150 Meter ausgebaut. Dieses Teilprojekt stellt jedoch den letzten Bauabschnitt des Gesamtvorhabens dar. Schommers rechnet daher nicht mit einem Start in diesem Bereich vor Frühjahr 2012. Extra Aufträge: Den Zuschlag für den Ausbau der Ortsdurchfahrt von Neroth hat die Firma Michels aus Hillesheim für knapp 1,3 Millionen Euro erhalten. Davon entfallen rund 855 000 Euro auf das Land (für den Ausbau der L 27), 370 000 Euro auf die Gemeinde (für die Gehwege, die Bachverrohrung) und 70 000 Euro für den Kreis (K 33). Nach Abzug von Förderungen verbleibt für die Gemeinde ein Anteil von rund 315 000 Euro und für den Kreis ein Nettoanteil von rund 25 000 Euro. (mh)