"Ausgeprägtes Wir-Gefühl"

Daun. Über die neuen Konstellationen im Kreistag, Projekte und Prognosen für den Landkreis Vulkaneifel sprach der TV mit Landrat Heinz Onnertz, der seit zehn Jahren im Amt ist.Nach der Kommunalwahl ist die jahrzehntelange Dominanz der CDU gebrochen, und es gibt eine neue Mehrheit im Kreistag.

Freuen Sie sich auf das völlig neue "Regier-Gefühl?"

Landrat Heinz Onnertz: Ich kenne kein "Regiergefühl", und ich will es auch nicht kennenlernen. Ich freue mich aber auf die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Kreistag.

Fünf Fraktionen und zwei Einzelkämpfer sitzen darin: schwierig oder eher spannend?

Onnertz: Eindeutig eher spannend, nicht nur für mich, sondern besonders für die Bürgerinnen und Bürger. Ein Gremium ohne absolute Mehrheit verspricht offenere Diskussionen mit ungewissen Ausgängen.

Die Atmosphäre im alten Kreistag war spätestens nach dem Scheitern der KSK-Fusion vergiftet.Wie wird künftig die Atmosphäre sein?

Onnertz: Ich glaube, freundlich und sachlich. Und da nehme ich keine Fraktion aus.

Was ist für Sie das wichtigste Projekt für den Kreis, das in der neuen Legislaturperiode angepackt werden sollte?

Onnertz: Aus der Menge der Aufgaben ragt eine heraus, und das ist die Verwaltungsstrukturreform. Für die Menschen in unserer Vulkaneifel muss eine bürgernahe Verwaltung erhalten bleiben, die effizienter und kostengünstiger werden soll. Ich bin davon überzeugt, dass diese Ziele erreichbar sind.

Wo steht der Kreis Vulkaneifel in fünf Jahren?

Onnertz: Dann sind wir eine Urlaubsregion, in der wir alle, insbesondere junge Familien, noch besser leben können als heute. Wir wollen mit einem ausgeprägten "Wir-Gefühl" die Kita- und Schulsituation weiter verbessern und bei der Schaffung von Arbeitsplätzen weiter helfen. Dabei werden wir bewährte Instrumentarien eingesetzt und sicher auch neue Ideen umgesetzt haben, die aus den Gremien kommen.

Die Fragen stellte TV-Redakteur Stephan Sartoris.

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