Ausnahmsweise

DAUN. (red) Die Futternutzung auf Stilllegungsflächen ist in diesem Jahr wegen der lang anhaltenden Trockenheit und der dadurch verursachten Futtermittelknappheit ausnahmsweise zulässig. Darauf weist der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage hin.

"Die EU-Kommission hat entgegen früheren Mitteilungen jetzt doch einer Nutzung des Aufwuchses auf stillgelegten Flächen als Viehfutter zugestimmt", sagte Bauckhage. Die EU-Erlaubnis gilt ab sofort, jedoch ausschließlich für das Antragsjahr 2003. Die Futterpflanzen waren so stark im Wachstum gehemmt, dass erheblich weniger Grünfutter geerntet wurde und so die Futterversorgung der Viehbestände in weiten Teilen des Landes nicht sichergestellt werden konnte. Der erste Schnitt der Grünlandflächen hat zum Teil nur rund ein Drittel der ansonsten ortsüblichen Futtermenge erbracht. Auf stillgelegten Flächen dürfen normalerweise keine Nutzpflanzen für Lebensmittel oder zum Verfüttern angebaut werden, der Aufwuchs dient lediglich der Gründüngung. Weitere Informationen erteilen Markus Schneider (Telefon 06592/933259) oder Bernd Ant (Telefon 06592/933338) von der Kreisverwaltung in Daun.