1. Region
  2. Vulkaneifel

Ausstellung der Künstlerinnen Nadja Hormisch und Beate Lambrecht in Weißenseifen

Kunst : Grazil, fein und spielerisch

Das Gastspiel der Textilkünstlerinnen Nadja Hormisch und Beate Lambrecht in der Galerie am Pi in Weißenseifen ist gelaufen. Doch ihr Projekt zum Weiterbestand der wilden Schönheit der Eifel und der Erde dauert an.

(bb) Sticken, Filzen und aus Abfall Umwandeln – das sind die wesentlichen Techniken, mit denen Nadja Hormisch und Beate Lambrecht ihre Kunst erschaffen. Unter dem Titel „Von Löwen und Wäldern“ waren solche Werke in der Galerie am Pi in Weißenseifen zu sehen. Und sie sind weiterhin einzeln in ihren Ateliers in Waldorf im Kreis Ahrweiler (Nadja Hormisch) und Mehren (Beate Lambrecht) sowie in ihrer künstlerischen Zusammenarbeit unter dem Namen „project a:NaB“ (www.project-anab) zu entdecken.  Grazil, fein und spielerisch sind die Arbeiten der Künstlerinnen, vielfältig ihre Mittel, Materialien und Themen. Dezent und schön verteilt wurden sie in der Galerie mitten in der Waldeifel präsentiert. Nadja Hormisch hat Leinen, Seide oder Papier mit feinsten Fäden aus Baumwolle oder versilbertem Metall bestickt und mit Wörtern und Wendungen beschriftet. Hat den Bildern geheimnisvoll klingende Namen wie „Der Garten der Engelshaar-Federgräser“ oder „Das Zeichen der Zwerge in der Rinde des Apfelbaums“ gegeben. Zeigt feinsinnigen Humor beim „Löwenzahn“ und beim „Hexenrundbrief“. Die Künstlerin (Jahrgang 1967) ist studierte Geowissenschaftlerin und freiberuflich in den Bereichen Geographie, Gartengeschichte und Gartenkunst sowie künstlerisch mit professioneller Handstickerei tätig. Von Beate Lambrecht (1958 geboren) stammen zum einen die Filzarbeiten wie die „Schlehenfeen“ und die „Witch Tools“. Dieser uralten Technik hat sich die Künstlerin nach dem Studium der Pädagogik und dem Aufbau einer Textilwerkstatt seit etwa 15 Jahren verschrieben. Dabei kommt unter anderem die Wolle der eigenen Lamas zum Einsatz.

Bei den  räumlichen Arbeiten fasziniert die Balance der Mobiles in Material und Farbig- beziehungsweise Einfarbigkeit. Aus Plastikflaschen und Stahldraht sind „Zimely“ oder „Spätsommer am Maar“ entstanden. „Hier hat sich Handarbeit zur Kunst emanzipiert“, so brachte die Galeristin Christiane Hamann die Schau auf den Punkt.

 Christiane Hamann mit Werken von Beate Lambrecht (Mobile im Vordergrund) und von Nadja Hormisch (Collage „Blätterstudie” im Hintergrund).
Christiane Hamann mit Werken von Beate Lambrecht (Mobile im Vordergrund) und von Nadja Hormisch (Collage „Blätterstudie” im Hintergrund). Foto: TV/Brigitte Bettscheider

Am Sonntag, 12. Mai, wird unter dem Titel „Vitamin B“ um 15 Uhr die nächste Ausstellung in der Galerie in Weißenseifen eröffnet: mit Bildern des Düsseldorfer Künstlerpaars Doreen Jeglinski und Seddik Gasmi. Die Einführung erfolgt im Rahmen eines Gesprächs der Galeristin Christiane Hamann mit den Künstlern. Die musikalische Gestaltung haben Michael Frangen (Flügelhorn) und Dieter Mörsch (Klavier). Die Ausstellung ist bis zum 2. Juni zu sehen.