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Ausstellung zur Eiszeit im Naturkundemuseum Gerolstein - Wie war das Leben in der Eifel vor 30 000 Jahren?

Ausstellung zur Eiszeit im Naturkundemuseum Gerolstein - Wie war das Leben in der Eifel vor 30 000 Jahren?

Wer wissen möchte, wie das Leben der Menschen und Tiere in der Eifel in der Eiszeit aussah, wird im Naturkundemuseum in Gerolstein fündig. Dort gibt es derzeit eine Ausstellung zu diesem Thema.

Gerolstein. Mammuts, Eiszeit, Höhlenbilder: Wer für die kalte Zeit noch eine Beschäftigung sucht, könnte im Naturkundemuseum in Gerolstein fündig werden: Dort gibt es eine Ausstellung. Das Thema: Wie sah die Welt vor etwa 30 000 Jahren aus? Damals herrschte in Europa Eiszeit. Große Teile des Kontinents waren von einer dicken Eisschicht bedeckt. Die Eifel war gletscherfrei, hier sprudelten die Flüsse und Quellen, und der eine oder andere Eifelvulkan grummelte vor sich hin. Im Winter war es bitterkalt, der Boden war steinhart gefroren, Tiere, Pflanzen und natürlich auch die Menschen warteten auf den Sommer. Im Sommer kam dann Leben in die Natur, besonders lebhaft ging es im Kylltal um Gerolstein herum zu: Der Boden taute auf, das Gras wuchs meterhoch und Mammutherden zogen durch das Land. Der Höhlenbär erwachte aus seinem Winterschlaf und hatte mächtigen Hunger, ebenso wie die Riesenhirsche und die Wollnashörner.

Die Menschen der Eiszeit sind unsere direkten Vorfahren, Nomaden, die in Gruppen, sogenannten Clans, umherzogen. In der sommerlichen Kyll konnten die Kinder über die Steine hüpfen, nach Herzenslust plantschen und nach Glitzersteinen suchen. Die Menschen lebten in Zelten und Hütten, wenn das Wetter schlecht war oder Gefahr durch wilde Tiere oder andere Menschen drohte, zog man sich in Höhlen zurück.
Langweilig wurde es den Menschen wohl nicht, denn immer wieder musste man mit Feuersteinen Feuer machen, die Jagden mit Pfeil und Bogen planen und immer wieder neue Dinge erfinden, die das Leben Stück für Stück leichter machten. Die Eiszeitkinder saßen auf Tierfellen und hörten zu, wenn die Erwachsenen zum Zeitvertreib Geschichten erzählten - denn Bücher, Fernseher oder Computer gab es natürlich noch nicht. red

Bist du neugierig geworden? Die Eiszeitausstellung im Naturkundemuseum Gerolstein ist noch bis Sonntag, 8. Januar, jeweils von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Kostenlos dazu gibt es sonntags um 13 Uhr die Multimediashow "Die Entstehung der Eifel - eine geologische Zeitreise". Eintritt: sechs Euro Familie groß, vier Euro, Familie klein, Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder ein Euro. Weitere Infos beim Naturkundemuseum Gerolstein unter Telefon 06591/9899459 oder per E-Mail an info@naturkundemuseum- gerolstein.de