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B 257-Ausbau verzögert sich - Weniger Gäste besuchen Hotel und Brubbel in Wallenborn

B 257-Ausbau verzögert sich - Weniger Gäste besuchen Hotel und Brubbel in Wallenborn

Der Ausbau der Eifeltrasse B 257, die unter anderem Daun und Bitburg verbindet, schreitet mit Verzögerung voran - wegen des vielen Regens und der Sommerferien. Nachdem die Einfahrt nach Wallenborn neu gestaltet wurde, wird nun der Abschnitt von dort bis nach Oberstadtfeld erneuert. In Wallenborn klagt ein Gastwirtepaar über erhebliche Einbußen durch die Umleitung.

Die Autofahrer werden noch einige Zeit die Umleitung über Niederstadtfeld, Schutz und Meisburg nehmen müssen, bevor die B 257 nach Bitburg auf dem etwa vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Wallenborn und Oberstadtfeld wieder befahrbar und freigegeben ist. Offiziell wird vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein der November 2016 als Bauende genannt.
"Im Juni hatten wir einige Probleme durch die starken Regenfälle, das hat uns schon etwas zurückgeworfen. Und durch die Ferienzeit wurde einige Zeit nicht gearbeitet, seit Montag vergangener Woche arbeitet die Firma Kohl Bau aus Irrel aber wieder", erklärt Norbert Kessler vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein.

Fertiggestellt ist bereits der Knotenpunkt B 257/K 7 am Ortseingang von Wallenborn mit einer Linksabbiegespur. Im vergangenen Jahr wurden bereits 500 Meter Fahrbahn am Ortsausgang von Oberstadtfeld bis zum Lavawerk erneuert, zudem wurde die Straße an einer Kuppe abgesenkt, damit es dort übersichtlicher wird.
Grundsätzlich wird die Bundesstraße auf der gesamten Länge von 4,4 Kilometern bis auf den schon vor Jahren erneuerten Abschnitt im Bereich des Marschbachs von sechs auf 6,50 Meter verbreitert.

Doch das ist nicht alles. An einigen Stellen wird der Straßenverlauf erheblich verändert: So werden sämtliche engen Kurven entschärft, die Fahrbahn zudem in einigen Bereichen verbreitert. Dazu muss einerseits stark in die Hänge gegraben, andererseits müssen große Mengen Erde und Schotter aufgeschüttet werden. Denn stellenweise fällt die Böschung 20 bis 30 Meter tief ab.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro. Davon übernehmen das Land 2,7 Millionen Euro, der Landkreis Vulkaneifel 130 000 Euro und der Wasserzweckverband Daun 50 000 Euro.Touristische Auswirkungen

 Trotz Baustelle und Umleitung: Die Besucherzahlen am Brubbel sind laut Gemeinde noch nicht signifikant zurückgegangen.
Trotz Baustelle und Umleitung: Die Besucherzahlen am Brubbel sind laut Gemeinde noch nicht signifikant zurückgegangen. Foto: (e_daun )


Die Baumaßnahme und die Umleitung über Niederstadtfeld und Meisburg machen sich in der Brubbelgemeinde Wallenborn auch touristisch bemerkbar. Vor allem Kenneth und Ellen Moore vom Landhaus am Brubbel spüren doch Auswirkungen. "Die Sperrung hat starke Auswirkungen für uns. Wir haben 40 bis 50 Prozent weniger Gäste", erzählt Ellen Moore. Das Pächterehepaar hat auf eigene Kosten für mehrere Hundert Euro Hinweisschilder auf das Lokal aufstellen lassen, um die Gäste zu leiten - in Pützborn, Nieder- und Oberstadtfeld. "Wir haben zwar angefragt, aber Unterstützung haben wir nirgendwo dafür bekommen", sagt Ellen Moore. Das Paar hatte sich vor anderthalb Jahren mit dem Landhaus selbstständig gemacht. Und nun dies. "Wir sind froh, wenn wir über den Winter kommen", sagt Ellen Moore.

Bruno Zimmer, Erster Beigeordneter der Gemeinde, sieht es gelassener. Er sagt: "Die Besucherzahl am Brubbel ist noch nicht signifikant zurückgegangen." Jährlich kommen rund 60 000 Besucher zum Kaltwassergeysir. Und auch die Stimmung im Dorf wegen der langanhaltenden Vollsperrung sei "noch gelassen". Zimmer sagt: "Der eine oder andere Bürger regt sich zwar wegen des Umweges über Niederstadtfeld auf, aber der Unmut hält sich noch in Grenzen."