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B51-Sanierung kommt voran und wechselt bald die Fahrbahnseite

Straßenbau : Bald geht es auf die andere Seite

Die Bundesstraße 51 wird bei Stadtkyll seit vorigem Herbst saniert. Auf 3,3 Kilometern wird dabei in beiden Fahrtrichtungen die Strecke von Grund auf neu aufgebaut. Der erste Bauabschnitt ist nun fast fertig.

Für viele Autofahrer ist es eine Geduldsprobe: Statt an Stadtkyll auf der autobahnähnlichen Straße vorbeizusausen (siehe Info), werden sie seit September vergangenen Jahres jeweils vor den Abfahrten ins Kylltal in beiden Fahrtrichtungen auf Tempo 50 runtergebremst. Einspurig geht es dann über 3,3 Kilometer voran. Allerdings tut sich etwas auf der Baustelle. „In Fahrtrichtung Köln sind wir bald mit den Arbeiten fertig – vermutlich in den kommenden 14  Tagen. Dann werden die Seiten gewechselt, der Verkehr über die sanierte Spur geführt, und die Arbeiten gehen auf der Fahrbahn in Richtung Trier“, sagt Dietmar von Landenberg, Leiter für Projektmanagement beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein. Der Abschluss des ersten Bauabschnitts ist also nah. „Wir sind gut vorangekommen. Es gab bei den Arbeiten keine Überraschungen“; sagt von Landenberg. In den nächsten Tagen seien noch einige Sachen zu erledigen. „Sind sie fertig, kann der Verkehr über die bereits instandgesetzte Fahrbahn geführt werden und die Arbeiten können auf der noch unsanierten Seite fortgesetzt werden.“

So lange wie der erste Bauabschnitt wird der zweite übrigens nicht dauern – der LBM hofft, wie ursprünglich geplant, zum Jahresende fertig zu werden. „Es hängt eben ab von der Witterung, aber es wird schneller gehen als im ersten Abschnitt:“ Bevor in Fahrtrichtung Köln nämlich überhaupt eine Asphaltfräse anrückte, um die alte Oberfläche des 41 Jahre alten Abschnitts der B♦51 abzutragen, musste erstmal die gesamte Mittelleitplanke abmontiert werden.

Zwischen den beiden Fahrbahnen liegt nämlich die Entwässerungsanlage, die genauso wie die Bundesstraße arg in die Jahre gekommen war. In der Mitte wurde dann aber nicht nur das Leitungssystem erneuert, der Mittelstreifen wurde zudem von zwei auf drei Metern verbreitert. Erst dann ging es an die Erneuerung der Fahrbahn und die Verbreiterung der Bankette.

„Das ist aber alles fertig. In den kommenden Tagen werden die Schutzplanken wieder aufgebaut, nächste – oder auch übernächste Woche – können dann die abschließende Schicht und die Fahrbahn-Markierungen aufgebracht werden“; sagt von Landenberg. Wenn die B51 dann im Winter wieder freigegeben wird, hat der Bund knapp 6,3 Millionen Euro in die Instandsetzung investiert. Dass diese Grunderneuerung notwendig wurde, liegt übrigens an der erheblich hohen Belastung dieses Teilstücks, das für den Fernverkehr nach Luxemburg, Belgien, Frankreich und Trier eine wichtige Rolle spielt.

Laut der bislang letzten Zählung im Jahr 2015 wird das Teilstück täglich von 11♦000 Fahrzeugen genutzt (der TV berichtete). Ein Viertel davon sind Lastwagen – also knapp 2800. Dabei wurde die Straße übrigens bereits zweimal umfassend saniert. Mitte der 1980er Jahre und 2002 wurden bereits die Deckschichten erneuert.

Obwohl die B♦51 zwischen den Stadtkyller Auffahrten so stark beansprucht wird, ist der LBM mit dem Umleitungsverkehr recht zufrieden. „Das Verhalten der Auto- und Lastwagenfahrer ist im Grunde meist in Ordnung. Von unserer Baustelle aus werden ja regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt“, sagt von Landenberg. Meist hielten sich die Verkehrsteilnehmer aber an das seit September bestehende Tempolimit. „Wir können die Situation ja gut beobachten. Die meisten sind vorschriftsmäßig unterwegs, ein paar Drängler und Ungeduldige fallen aber auch uns auf.“ Mit längerer Vollsperrung müsse man übrigens ebenso wie bei der Einrichtung des ersten Bauabschnitts nicht rechnen. „Um umzuziehen und die Baustelle einzurichten, werden wir zwar für einen Tag mal zu machen müssen, das wird aber nicht lange dauern. Den genauen Termin geben wir so früh wie möglich bekannt“, so von Landenberg.