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Backfest mit Hefekuchen, Brot und Schlawenzel-Eiern

Backfest mit Hefekuchen, Brot und Schlawenzel-Eiern

Anziehungspunkt für viele Leckermäulchen zu Pfingsten: Das Backfest im Dauner Stadtteil Boverath zieht Besucher aus nah und fern an, weil es hier bekanntlich viele Leckereien gibt: frisches Brot, Hefekuchen und als Boverather Spezialität - Schlawenzel-Eier.

Daun-Boverath. Das Boverather Backfest dauert bekanntlich nur zwei Tage, aber für die Mitglieder des Kultur- und Verschönerungsvereins Boverath und die Dorfgemeinschaft, die das Fest organisieren, heißt es schon am Donnerstag: Antreten am Backes. "Am Donnerstag haben wir den Sauerteig angesetzt für die Brote und am Freitag die ersten gebacken", erzählt Ortsvorsteher Dieter Oster, der mit den Bäckern Markus Würtz und Andreas Knorr am Backesofen steht.
Das Backfest, das seit 1979 gefeiert wird, ist das zentrale Fest im Ort. Der Backes war früher der zentrale "Backofen" für alle Dorfbewohner. "Eigentlich sollte er abgerissen werden, weil er nicht mehr genutzt wurde. Die Leute kauften ihr Brot damals bei dem fahrenden Bäcker aus Darscheid", erzählt Oster. Dem Bäcker Hans Rücker, Rudolf Göden, Alois Pauly und Josef Oster ist es zu verdanken, dass es das Backfest seit 1979 wieder gibt. In dem Jahr reaktivierten sie den Backes und luden zum ersten Fest ein. Was die Besucher aus der Region zum Backfest zieht, sind das frischgebackene Brot und die vielen Hefekuchen wie Bunnes, Käsekuchen und Streusel mit Kirschen, Äpfeln oder Aprikosen. 36 große Bleche mit Kuchen und rund 500 Brote wurden auch diesmal gebacken und fanden reißenden Absatz, entweder zum direkten Verzehr oder für später zu Hause. Eine Boverather Spezialität sind die Schlawenzel-Eier. Ein Gericht, das in der Eifel früher oft auf den Tisch kam. Käthe Simonis kennt das Rezept: "Etwas Fett und Schinkenspeck in die Pfanne, dann werden die Eier dazugegeben und das alles wird hin- und hergedreht, also schlawenzelt. Ein Brot dazu und man hat was Leckeres". HG