Bahnbetriebswerk ist Thema im Kreistag

Bahnbetriebswerk ist Thema im Kreistag

Ein Schwerpunkt der heutigen Sitzung des Kreistags Vulkaneifel ist die geplante Beteiligung des Kreises an der Sanierung und Umnutzung von Teilen des ehemaligen Bahnbetriebswerks Gerolstein. Die Kosten für den Kreis sollen sich maximal auf 180 000 Euro belaufen.

Elf Punkte umfasst die Tagesordnung der heutigen zweiten Sitzung des Kreistags Vulkaneifel. Zunächst gilt es, das Gremium zu komplettieren, nachdem Astrid Schmitt (SPD) und Karin Pinn (FWG) nach ihren Wahlen zu Beigeordneten ihre Kreistagsmandate niedergelegt haben. Für sie rücken Albert Borsch (SPD, Ellscheid) und Christoph Bröhl (FWG, Hillesheim) nach.

Kommunen sollen 15 Prozent der Kosten tragen



Sie und ihre 36 weiteren Kreistagskollegen haben heute unter anderem über den Nachtragshaushalt des Kreises zu entscheiden und werden über neue Richtlinien zur Schülerbeförderung und die Jahresbilanz 2008 des Jobcenters informiert. Ein Schwerpunkt der Sitzung wird die Beratung über die finanzielle Beteiligung des Kreises an der Sanierung und Umnutzung von Teilen des ehemaligen Bahnbetriebswerks (BBW) Gerolstein sein. In mehreren Bauabschnitten sollen dort insgesamt 2,4 Millionen Euro investiert werden, an denen ein Anteil von 7,5 Prozent der Kreis beisteuern soll. Sein finanzielles Engagement soll sich auf maximal 180 000 Euro belaufen.

Dieser Anteil könnte sich noch reduzieren, wenn die Stadt Gerolstein und/oder die Gemeinde Pelm, auf deren Gemarkungen das BBW-Gelände liegt, sich an dem kommunalen Eigenanteil beteiligen. Die Beteiligung des Kreises und der Verbandsgemeinde Gerolstein (die Zustimmung signalisiert hat, eine Ratsentscheidung steht noch aus) mit ebenfalls 7,5 Prozent sind Voraussetzung dafür, dass das Land das Vorhaben mit 85 Prozent fördert. Das hatte Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) im August bei einer Besichtigung des BBW in Aussicht gestellt (der TV berichtete).

Vor Ort wurde ihm der erste Bauabschnitt mit einem Investitionsvolumen von 1,35 Millionen erläutert, bei dem es unter anderem über neue Strom-, Gas- und Kanalanschlüsse geht. Auch in den weiteren Ausbau des Lokschuppens als Veranstaltungsort soll investiert werden.

Er soll für Veranstaltungen mit 1000 bis 2000 Personen genutzt werden können, eine Größenordnung, die keine andere Halle im Kreis bieten kann. Mit der Ausstellung "Eifelschätze" und dem Auftaktkonzert des Tatort-Eifel-Krimifestivals hat der Lokschuppen seine Tauglichkeit als Veranstaltungsort schon unter Beweis gestellt.

Landrat Heinz Onnertz hatte im August bereits signalisiert, dass sich der Kreis beteiligen werde. Unterstützt wurde er vom Kreisausschuss, der in seiner September-Sitzung dem Kreistag empfohlen hatte, der Beteiligung an den BBW-Vorhaben zuzustimmen. Die endgültige Entscheidung, ob sich der Kreis beteiligt oder nicht, haben aber heute die Kreistagsmitglieder zu treffen.

Die Kreistagssitzung beginnt heute, Montag, um 17 Uhr im Kreishaus in Daun.