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Bahnhof: Behindertentoilette kommt vielleicht doch

Bahnhof: Behindertentoilette kommt vielleicht doch

Mehr als sechs Millionen Euro sind in den barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofs Wittlich investiert worden. Nur für eine Behindertentoilette hat es nicht gereicht. Bei der offiziellen Einweihung wurden abermals Forderungen laut. Jetzt könnte es doch noch etwas werden.

Wittlich-Wengerohr. Die offiziellen Reden bei der Einweihungsfeier des Wittlicher Hauptbahnhofs sind vorbei, da meldet sich Hermann-Josef Hauth zu Wort. Er ist Mitglied im Beirat für Menschen mit Behinderungen im Kreis Bernkastel-Wittlich und sagt: "Das ist ein toller Bahnhof geworden. Was fehlt, ist die Toilette." Seit Jahren kämpft der Beirat für diese Sache, hat Stadt und Landkreis auf seiner Seite - aber nicht die Deutsche Bahn. Die kommt einen Schritt auf die Wittlicher zu: Thomas Geyer, Leiter des Zweckverbandes SchienenPersonenNahVerkehr Nord, verspricht, nach einem Weg zu suchen, wie sich die Toilette realisieren lässt.
In Wittlich-Wengerohr hat die Bahn immerhin einiges verändert. Um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen, wurde eine vier Meter lange Rampe gebaut, die drei Bahnsteige wurden erhöht, ein Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte angelegt. Drei Aufzüge zu den Bahnsteigen wurden installiert. Investiert hat die Bahn 6,2 Millionen Euro. An den Kosten hat sich das Land mit 420 000 Euro beteiligt, die Stadt mit etwa 270 000 Euro. eib