Baumunglück in Trier: Gericht will drittes Gutachten

Baumunglück in Trier: Gericht will drittes Gutachten

Der Prozess um die Schuld oder Unschuld eines Trierer Baumkontrolleurs an einem tödlichen Baumsturz verzögert sich. Das Gericht will einen dritten Sachverständigen mit einem Gutachten beauftragen. Geklärt werden soll, ob der Sturz einer Kastanie im Trie rer Rautenstrauch-Park im Vorfeld absehbar war oder nicht.

Trier. Der Baum war im November 2012 bei Windstille umgefallen und hatte dabei eine damals 70-Jährige erschlagen und einen weiteren Passanten schwer verletzt. Bei dem Berufungsprozess waren bereits zwei Gutachter gehört worden - mit völlig verschiedenen Ergebnissen (der TV berichtete).
Der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Sachverständige Martin Pfeiffer hatte erklärt, dass klar am oberirdischen Baumstamm zu erkennen gewesen sei, wie sturzgefährdet die Kastanie war. Der vom Angeklagten beauftragte Gutachter Hans-Joachim Schulz hatte dagegen erklärt, dass die Bruchstelle des Stamms unter der Erdoberfläche gelegen habe und der Zustand des Baumes daher nicht unmittelbar von außen erkennbar gewesen sei.
"Das Gericht hat diese diametralen Aussagen zur Kenntnis genommen. Zur weiteren Sachaufklärung sieht die Kammer die Notwendigkeit, ein weiteres Gutachten einzuholen", erklärte Richter Peter Egnolff. red

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