Baustelle Innenhof
Die Raumsituation am Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun soll mit einem Erweiterungsbau verbessert werden. Mit dem rund 850 000 Euro teuren Bau ist mittlerweile begonnen worden. Für den Schulleiter ist der Bedarf damit aber nicht gedeckt.
Daun. Auf großes Interesse stoßen die vor einigen Tagen begonnenen Bauarbeiten im Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) Daun, hat Schulleiter Klaus Weber festgestellt: "Schüler und Lehrer verfolgen intensiv, was da in unserem ehemaligen Innenhof vor sich geht."
Erfahrung mit einer Baustelle haben die GSG-ler ja schon, wurden dort doch vor nicht allzu langer Zeit die Fassaden saniert. "Aber diese Baustelle ist schon etwas anderes, da passiert jeden Tag was", berichtet Weber, der die Veränderungen täglich fotografisch festhält.
Weber: "Die dritte Etage brauchen wir dringend"
Im Innenhof entsteht ein rund 850 000 Euro teurer Erweiterungsbau, der die Raumprobleme der Schule zumindest teilweise lösen soll. Der Bau wird sechs Klassenräume und ein Lehrerzimmer enthalten. "Es ist eine gewisse Entspannung für uns, aber bei weitem nicht das, was wir tatsächlich brauchen", berichtet der Schulleiter. Um den Unterrichtsbetrieb im laufenden Schuljahr zu gewährleisten, seien unter anderem der Leseclub-, ein Informatik- und ein Schülerarbeits-Raum aufgelöst worden.
Da die Schulleitung für die kommenden Jahre einen weiteren Bedarf prognostiziert, ist in Absprache mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier der Erweiterungsbau für eine mögliche Aufstockung ausgelegt, entsprechende Fundamente, Anpassung an die Deckenhöhe und die notwendige statische Auslegung sind laut Kreisverwaltung eingeplant. Schulleiter Weber geht davon aus, dass das GSG zum Schuljahr 2009/2010 mit fünf fünften Klassen starten wird. Auch mit Blick darauf hätte er es gerne gesehen, wenn die Option gleich schon Realität geworden wäre, denn: "Die dritte Etage brauchen wir dringend!"
"Extravagante Wünsche" äußere das GSG nicht, sondern der Situation entsprechend, stellt Weber klar. Für ihn steht fest: "Lernerfolg hängt maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab." Auch wenn sein "Wunschzettel" nur teilweise erfüllt worden ist, dankt Weber dem Kreis als Schulträger für das schnelle Handeln.
Erste Gespräche habe es angesichts der Raumnot im Februar gegeben, und nun werde schon gebaut: "Das wurde von den Verantwortlichen beim Kreis sehr schnell und unkompliziert umgesetzt", lobt Klaus Weber.
Er hebt auch die gute Zusammenarbeit mit der Baufirma hervor, die alles versuche, die Lärmbelästigung so weit wie möglich zu reduzieren.
Ob das große Interesse an der Baustelle Innenhof weiter anhält, ist noch ungewiss, schließlich werden sich Schüler und Lehrer daran gewöhnen, denn bis zum Frühjahr kommenden Jahres wird noch gearbeitet.