Baustellen in der Eifel befinden sich im Endspurt

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr : Winterpause rückt näher: Baustellen in der Eifel befinden sich im Endspurt

Noch sind die Straßenbauer in vielen Ecken in den beiden Eifelkreisen im Einsatz. Der Landesbetrieb Mobilität Gerolstein geht davon aus, dass in diesem Jahr bis zu 35 Millionen Euro für Bauvorhaben ausgegeben werden.

Wenn wie aktuell relativ früh im Jahr schon der Winter in den Höhenlagen der Eifel einzieht, lässt das auch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein nicht kalt. „Je nachdem, wie lange  diese Witterung anhält, kann das natürlich Konsequenzen für die noch laufenden Bauprojekte haben“, sagt Josef Arens vom LBM. Allerdings will er nicht spekulieren, ob das Auswirkungen auf Bauzeitenpläne haben könnte.

Mögliche Bedenken, dass beispielsweise eine derzeit gesperrte Straße auch über den Winter nicht genutzt werden könnte, räumt er aus: „Vielleicht kann in dem ein oder anderen Fall die oberste Asphaltschicht nicht mehr aufgebracht werden, aber die sogenannte Tragschicht auf jeden Fall, unabhängig von der Witterung. Und wenn die drauf ist, kann die Straße auf jeden Fall genutzt werden.“ Aber grundsätzlich gilt: Jeder Tag, an dem  noch gebaut werden kann, ist kostbar. Arens: „Je weniger Arbeiten im nächsten Jahr noch gemacht werden können, umso besser.“

In der LBM-Zentrale in der Gerolsteiner Brunnenstraße sind derzeit an die 250 Projekte in Planung, etwa 40 davon sind in diesem Jahr in der Umsetzung. Dafür stehen rund 35 Millionen Euro von Bund, Land und den beiden Eifelkreisen zur Verfügung.

Allein gut 6,5 Millionen Euro kostet der (über mehrere Jahre verteilte) Ausbau der B 51 von Stadtkyll bis zur Grenze zu Nordrhein-Westfalen, gut 4,5 Millionen der im vergangenen Jahr begonnene kreuzungsfreie Anschluss an die B 257 bei Alsdorf (Verbandsgemeinde Südeifel). Rege Bautätigkeit gibt es auch noch auf der B 410 zwischen Dockweiler und Pelm: Auf dem Abschnitt gibt es gleich drei Projekte.

Gut 32 Millionen sind im vergangenen Jahr ausgegeben worden, davon 12,7 Millionen für die Landesstraßen, laut Harald Enders, der die für die Kreise Vulkaneifel und Bitburg-Prüm zuständige Straßenbaubehörde leitet, die höchste bisher erreichte Summe.

„Wenn alles optimal läuft, dann werden es in diesem Jahr 34 bis 35 Millionen Euro sein“, berichtet Arens. Eine Größenordnung, mit der der LBM an seine Leistungsgrenze kommt. „Mehr geht nicht, was auch die Baufirmen angeht. Vielleicht ginge noch etwas mehr, aber dafür fehlt uns das Personal. Der Stellenmarkt ist praktisch leergefegt.“

Die Aufhebung einer Straßensperrung sehnt man beispielsweise im Dauner Stadtteil Gemünden entgegen. Wegen des Ausbaus der L 46 ist der Ort seit März von der Kernstadt abgehängt, dorthin geht es über eine mehrere Kilometer lange Umleitung. „Die Geduld der Gemündener ist natürlich gefragt, aber es geht nicht nur um uns. Es gibt im Ort gut 1000 Gästebetten, und bei denen hat es schon einiges an Beschwerden gegeben. Gerade bei den Beherbungsbetrieben muss man gute Nerven haben, denn da kommt viel Frust über die Verkehrssituation an“, berichtet Ortsvorsteher Hermann Schüller.

Während der Winterpause wird die L 46 befahrbar sein. Anschließend der Kreuzungsbereich bis zum Wirtshaus zu den Maaren in Angriff genommen, was zeitweise wieder zu Vollsperrungen führen wird. Um diese aber so kurz wie möglich zu halten, sollen sie in Absprache mit dem Ortsvorsteher vorgenommen werden. Schüller: „So sollen die Beeinträchtigungen für den Tourismus in Gemünden so gering wie möglich ausfallen.“

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