Bauvorhaben kosten Nerother Bürger viel Geld: 2017 bis 2019 werden fünf Gemeindestraßen erneuert

Bauvorhaben kosten Nerother Bürger viel Geld: 2017 bis 2019 werden fünf Gemeindestraßen erneuert

In Neroth sollen in den kommenden drei Jahren mehrere Gemeindestraßen ausgebaut und jeweils mit einem Wendehammer versehen werden. Gesamtkosten: gut eine Million Euro. Den größten Batzen (70 Prozent) davon müssen die Bürger über den wiederkehrenden Beitrag aufbringen.

Neroth. Einstimmig bei einer Enthaltung hat der Ortsgemeinderat von Neroth beschlossen, dass mehrere Gemeindestraßen ausgebaut werden sollen. 2017 sollen die Untere und die Obere Föhr für zusammen 541 000 Euro in Angriff genommen werden, wofür auch bereits ein Zuschussantrag beim Land gestellt wurde. Bis 2019 sollen zudem die Straßen am Wiesenhang, die Brandenbüsch- und die Ölbermannstraße an die Reihe kommen. Die Streckung der Projekte geschieht laut Ortsbürgermeister Egon Schommers auch, um die Belastung der Bürger verträglicher zu gestalten. Denn die müssen die meisten Kosten tragen.1,1 Million Euro Gesamtkosten

In Neroth sollen von 2017 bis 2019 mehrere Ortsstraßen erneuert werden. Den Großteil der Kosten von insgesamt einer Million Euro müssen die Bürger zahlen. TV-Fotos (3) Mario Hübner. Foto: (e_gero )
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Zur Kasse gebeten werden alle Grundstückseigentümer im Dorf - mit Ausnahme derjenigen, die im Neubaugebiet wohnen. "Die sind 15 Jahre lang vom wiederkehrenden Beitrag befreit", klärt Schommers auf.
Nach bisheriger Kalkulation wird von knapp 1,1 Million Euro Gesamtkosten ausgegangen. Davon tragen die Bürger 70 Prozent: rund 750 000 Euro. Für die restlichen 330 000 Euro wird ein Landeszuschuss über 60 Prozent (rund 200 000 Euro) erhofft, sodass die Gemeinde rund 130 000 Euro beisteuern würde.

Zwar ist noch nicht genau zu sagen, wie hoch der Beitrag für jeden einzelnen sein wird, da die exakten Kosten noch nicht feststehen, aber: "Ich denke, dass der Beitrag knapp unter zwei Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche liegen wird", sagt Schommers. Da könne "schon eine gewisse Summe zusammenkommen, aber der Gemeinderat hat das schon vor Jahren als die fairste Lösung erachtet, und außerdem müssen die Straßen gemacht werden", betont Schommes.

Widerstand gegen die geplanten Bauvorhaben habe er nach eigenem Bekunden bislang nicht gespürt, Interesse am Thema schon. "In der Gemeinderatssitzung waren etliche Bürger, die Fragen zu den Straßenausbauten gestellt haben", sagt Schommers.

Zunächst sei eine kostengünstigere Variante favorisiert worden. So sollte jeweils nur die Oberfläche abgefräst und ein neuer Belag aufgebracht werden. Untersuchungen hätten aber ergeben, dass der Untergrund über große Strecken ebenfalls sanierungsbedürftig ist. Außerdem seien die Rinnen und Entwässerungseinrichtungen teilweise marode. "Und wir müssen in jeder Straße einen Wendehammer bauen, weil der Müllwagen und andere große Fahrzeuge in den engen Straßen nirgends wenden können", meint der Ortschef. Beispielsweise werde seine Einfahrt oft zum Wenden benutzt, da vor den meisten anderen Grundstücken Zäune oder Ketten seinen, berichtet Schommers.

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