Befragung im Kreis Vulkaneifel: 6111 Bürger sprechen sich für Erhalt des Kreises aus

Befragung im Kreis Vulkaneifel: 6111 Bürger sprechen sich für Erhalt des Kreises aus

Knapp 13 Prozent der 53.000 Bürger haben bei der Befragung zur Zukunft des Landkreises Vulkaneifel mitgemacht. Jetzt liegt das Ergebnis vor: 6111 Bürger und damit 91,3 Prozent der Befragten stimmten für den Erhalt des Kreises und gegen kreisübergreifende Fusionen.

53.000 Bürger des Kreises Vulkaneifel hätten bei der Befragung zur Zukunft des Kreises mitmachen können, 6695 haben die Chance genutzt, eine Quote von knapp 13 Prozent: Diese Zahlen hat die Kreisverwaltung heute in Daun verkündet. Dem vorgegebenen Satz "Ich bin für den Erhalt des Landkreises Vulkaneifel in seiner jetzigen Form und deswegen gegen kreisübergreifende Fusionen" haben 6111 Bürger zugestimmt.

Die Zustimmung von 91,3 Prozent wertet Landrat Heinz-Peter Thiel als "ordentliches Ergebnis und deutliches Votum". Die Befragung war im Dezember gestartet worden, weil laut Kreis Appelle an das Land, den geplanten Zusammenschluss von elf Dörfern aus der Verbandsgemeinde (VG) Obere Kyll mit der VG Prüm (Eifelkreis Bitburg-Prüm) bis zu einer erst in einigen Jahren erwarteten echten Kreisreform auf Eis zu legen, in Mainz ungehört geblieben seien. Deshalb müsse man nun für die Geschlossenheit und Fortbestand des Kreises kämpfen, auch mit dem Instrument der Bürgerbefragung, erklärte der Landrat, als die Befragung gestartet wurde.

Kritische Töne zu der Befragung, die die Kreisverwaltung organisiert hat, kamen vor allem von der Oberen Kyll. Dort wurde sie teilweise als "vollkommen überflüssig" gewertet, auch störte man sich an den "beeinflussenden" Formulierungen auf dem Unterschriftenzettel.

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