Bei der neunten  Auflage des Eifel Rallye Festivals in und um Daun im Sommer wird an Bewährtem festgehalten und das Neue weiter festgezurrt.

Veranstaltung : Das Land mit Herz für die Quertreiber

Bei der neunten Auflage des Eifel Rallye Festivals in und um Daun im Sommer wird an Bewährtem festgehalten und das Neue weiter festgezurrt.

„Alle Neune“ und die Vulkaneifel unter Strom. Nein, nicht unter Strom, unter Dampf. Und mit Getöse. Aus dicken Auspuff-Endtöpfen, die den Dunst und das akustische Ventilspiel Turbo-aufgeladener Verbrenner-Motoren – also kein Strom – hinaus in die Vulkaneifel-Luft tragen.Das ist das Bild und ist die Gemengelage in und rund um die Kreisstadt  vom 18. bis 20. Juli dieses Jahres. Dann nämlich, wenn mittlerweile zum neunten Mal in Folge das Eifel Rallye Festival steigt und die Automobil-Geschichte mit ihrem einzigartigen Gemisch aus Sport, Show, verklärter Rallye-Romantik und touristischem Gipfelsturm die Szenerie bestimmen wird.

Was 2011 als „historisches Versuchskaninchen“ begann, hat sich längst zu einem Ereignis entwickelt, das es zwischen Polarkreis und der Straße von Gibraltar kein zweites Mal mehr gibt. Und die vielen Männer und Frauen aus dem nimmermüden Motorsportclub Daun um Vorsitzenden Otmar Anschütz lassen sich Jahr für Jahr neue Reizpunkte, kleine Änderungen hier und da einfallen, ohne dabei das Bewährte und Beliebte aus den Augen zu verlieren. So wird das auch im Sommer dieses Jahres sein.

„Wer alte Rallye-Autos liebt, der muss einfach hierher kommen. Hier habe ich Autos gesehen, von denen ich noch nicht einmal wusste, dass es sie überhaupt gibt.“ So fasste nach dem „ERF 2018“ der Österreicher Reinhold „Reini“ Sampl, ein Rollstuhl-Pilot mit Rallye-Herz das zusammen, was er bei seinem ersten ERF-Besuch erleben durfte. „Die beiden Rallye-Ikonen Niki Schelle und Walter Röhrl hatten mir schon oft ans Herz gelegt, dass ich mindestens einmal hier gefahren sein müsste. Sonst hätte ich das Herz des historischen Rallyesports nicht erlebt. Und sie haben recht gehabt.“

Die „Herzschrittmacher“ dieses einzigartigen Events sind alles Leute aus der Region. Freiwillige, Ehrenamtler, die auch jetzt, ein halbes Jahr vor dem großen Showdown, alles bis ins kleinste Detail planen. „Wir haben 2018 einige Veränderungen vorgenommen, bei denen wir auch nicht wussten, wie sie bei den Fahrern angenommen würden“, sagte MSC-Vorsitzender Otmar Anschütz.

Offenbar aber hatte das Organisationsteam dabei das richtige Händchen gehabt. Denn, so Anschütz, „die Streckenführung bleibt in diesem Jahr größtenteils so wie im vergangenen Jahr. Das heißt, der Shakedown am Donnerstagnachmittag wird wieder in der Maulbach-Arena bei Darscheid statt bei Dreis-Brück stattfinden.

Das Gleiche gelte im Übrigen auch  für den im Vorjahr erstmals gefahrenen Rundkurs in Niederstadtfeld. Anschütz: „Beide Prüfungen wurden von Fahrern und Fans sehr gut angenommen. Das war im Vorjahr eine Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben. Aber es hat sich herausgestellt, dass wir gerade in Niederstadtfeld, einem Ort mit einer großen Motorsport-Vergangenheit wegen des Risselberg-Rennens, auf das richtige Pferd gesetzt haben.“

Die Dimensionen, die das Eifel Rallye Festival im Lauf der Jahre erreicht hat, wurden auch bei der Aufarbeitung des 2018er Events noch einmal deutlich. So wie etwa beim ausgeschriebenen Foto-Wettbewerb:. 529 Fotos von 107 Fotografen aus 12 verschiedenen Ländern wurden eingereicht. Der erste Preis ging an den Fotografen Fabian Gaukler aus dem saarländischen Nohfelden.

114 Journalisten aus 19 Nationen von Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Online-Medien, Hörfunk und Fernsehen hatten sich akkreditiert, um über das „Elefantentreffen des historischen Rallyesports“ zu berichten. Sie kamen aus Europa und Übersee.

„Aber alle guten Vorsätze wären nichts ohne das Engagement der Leute draußen an den Strecken und in den vielen Dörfern, die unsere Ideen umsetzen. Wenn du niemanden hast, der mitanpackt, weil es ihm Spaß macht und er oder sie ein wenig stolz ist, bei so einem Ereignis mitwirken zu können, geht gar nichts“, sagt der MSC-Vorsitzende.

Rund 700 freiwillige Helfer trugen mit zum Gelingen des Festivals bei. Rund 1700 Euro wurden im Verlauf der drei Rallyetage gesammelt und später für caritative Zwecke gespendet. Mit einem ähnlichen personellen Aufwand rechnen die Macher des MSC Daun auch in diesem Jahr. Und sie können sich dessen gewiss sein, dass sie auch beim neunten Mal in Folge viele bewährte und neue Freunde und Helfer/innen in Daun und den umliegenden Gemeinden finden werden, die die Vulkaneifel und ihr Herz für den historischen Rallyesport in die Welt tragen werden.  Als Region mit Herz für die Quertreiber

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