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Kommunalpolitik: Beigeordneten-Entscheidung vertagt

Kommunalpolitik : Beigeordneten-Entscheidung vertagt

VG-Rat Gerolstein verschiebt Wahlgang drei und vier. CDU-Fraktion wünscht zunächst die persönliche Vorstellung des SPD-Kandidaten Ewald Hansen, der bei der Sitzung nicht anwesend ist.

Rund drei Dutzend Gäste (Bürger und Verwaltungsmitarbeiter) im zum Sitzungssaal umfunktionierten Foyer des Rathauses Gerolstein, aber keine Entscheidung: Die mit Spannung erwartete Beigeordneten-Wahl hat der neue Rat der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein am Dienstagabend nicht vorgenommen, sondern auf Antrag der CDU-Fraktion – nach Sitzungsunterbrechung – vertagt. CDU-Fraktionssprecher Klaus Schildgen begründete dies so: „Der Großteil von uns kennt den Kandidaten der SPD, der in der Presse genannt wurde, nicht. Er soll sich erst einmal persönlich vorstellen und dann entscheiden wir.“ Es handelt sich um Ewald Hansen, den langjährigen Ortsbürgermeister von Reuth, den die SPD laut Fraktionssprecher Georg Linnerth als Bewerber für den Posten des Dritten Beigeordneten nominieren will. Nur: Er war im Urlaub und konnte sich in der Sitzung somit nicht vorstellen, was Linnerth übernehmen wollte.

Er sagte: „Wir sind davon ausgegangen, dass viele Ewald Hansen kennen, haben aber Verständnis für den Wunsch, dass er sich persönlich vorstellt.“ Inwiefern bei der Verschiebung der Wahl die Tatsache eine Rolle spielte, dass sich Hansen als einer der größten Kritiker der kreisinternen Fusion zu einer neuen VG Gerolstein hervorgetan hatte, war nicht auszumachen. Zumindest wurde das nicht offen angesprochen. Letztlich stimmte der Rat einstimmig (bei Enthaltung der SPD-Fraktion) für die Vertagung. Über den Posten des Vierten Beigeordneten, für den laut TV-Informationen die Grüne Josefine Engeln aus Hillesheim-Niederbettingen vorschlagen wollen, hat der Rat gar nicht erst diskutiert. Bereits bei der konstituierenden Sitzung des VG-Rats in Jünkerath wurden Bernhard Jüngling (CDU) zum Ersten und Klaus-Dieter Peters (FWG) zum Zweiten Beigeordneten gewählt.

Angesichts der Vertagung musste Bürgermeister Hans Peter Böffgen (parteilos) weder die Verpflichtung zweier seiner weiteren Stellvertreter vornehmen, noch eventuell hochschlagende Emotionen besänftigen. Und daher benötigte er sein neues Glöckchen, das ihm zur Ernennung gleich doppelt geschenkt wurde, nur zur Eröffnung der Sitzung.