Beim Projekt „Zukunftswald“ kooperieren der Forst und der Gerolsteiner Brunnen: Seit 2013 sind rund 46 000 Laubbaumsetzlinge gepflanzt worden.

Naturschutz : Stärkere Wälder, besseres Wasser

Beim Projekt „Zukunftswald“ kooperieren der Forst und der Gerolsteiner Brunnen: Seit 2013 sind rund 46 000 kleine Hainbuchen, Bergahorne, Edelkastanien, Traubeneichen und Weißtannen in ehemalige Nadelwälder gepflanzt worden.

Er wächst und wächst und wächst: der Gerolsteiner Zukunftswald. Vor gut sechs Jahren wurde er als Kooperation von Landesforsten Rheinland-Pfalz mit dem Gerolsteiner Brunnen als kleiner regionaler Baustein gegen den Klimawandel unter dem Titel „Wald mit Stern“ aus der Taufe gehoben. Auf 25 000 Quadratmetern ehemaliger Fichtenwälder, die 2010 der Orkan Xynthia verwüstete, wurden rund 15 600 Traubeneichen und Hainbuchen gepflanzt. Diese sind deutlich resistenter und daher auch weniger anfällig gegen Stürme und Schädlingsbefall. Das war der erste Schritt des Projektes hin zu einem klimastabilen Mischwald.

Nun hat der „Gerolsteiner Zukunftswald“ einen enormen Wachstumsschub erfahren: In ausgesuchten Waldgebieten sind nun weitere 12 900 Setzlinge robuster Laubbäume gepflanzt worden. Die Kosten dafür betrugen nach Angaben des Gerolsteiner Brunnens 30 000 Euro, über die Höhe der Gesamtkosten für das Projekt macht der Mineralwasserkonzern keine Angaben. Nur, dass es fortgeführt werden soll. Insgesamt sind nun bereits in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Gerolstein knapp 46 000 Laubbäume gepflanzt worden.

Natur- und Klimaschutz sowie ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen sind dem Gerolsteiner Brunnen seit Jahrzehnten ein wichtiges Anliegen. Das betont das Unternehmen unentwegt. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Klimaprognosen setzt der Mineralbrunnen daher auch seine Kooperation mit den Landesforsten Rheinland-Pfalz fort: als regionale Maßnahme gegen den Klimawandel und nicht zuletzt aus Eigennutz. Denn: „Für das Naturprodukt Mineralwasser sind Wälder unerlässlich, denn sie sind die natürlichen Wasserfilter und -speicher,“ sagt Ulrich Rust, Geschäftsführer Technik und Logistik sowie verantwortlich für Nachhaltigkeit bei Gerolsteiner. „Für uns haben ein schonender Umgang mit den natürlichen Wasservorkommen in unserem Quellgebiet und damit der langfristige Schutz unseres kostbaren Produktes oberste Priorität.“

Die Grundwasserneubildung ist laut Rust unter Laub- und Mischwäldern beinahe doppelt so hoch, wie unter reinen Nadelwäldern, denn der Boden wirkt hier wie ein überdimensionierter Schwamm, der das Wasser optimal aufnehmen und speichern kann. „Der Zukunftswald aus Mischkulturen ermöglicht uns, zukünftigen Generationen eine anhaltend hohe und qualitativ-hochwertige Menge an Trinkwasser zu gewährleisten,“ erklärt Rust weiter. Ein gesundes und intaktes Ökosystem Wald bedeute auch gesundes Wasser – und dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.“

Die neuen Pflanzungen werden derzeit im Staatswald des Reviers Mürlenbach-Weißenseifen vorgenommen. Sie dienen dem Ziel, langfristig Mischwälder mit hoher Stabilität gegen Umwelteinflüsse zu etablieren. Revierleiter Michael Zander sagt: „Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet, in langfristigen Zeiträumen zu denken und zu handeln: Waldbesitzer und Förster haben die Aufgabe und die Verantwortung, heute Baumarten auszuwählen, die in den nächsten 100 bis 200 Jahren die erwarteten Folgen der Klimaveränderung überstehen.“

Viel Handarbeit: Für jeden Setzling wird ein Loch in den Waldboden gebohrt. In diese setzt Revierleiter Michael Zander, der die Pflanzungen der knapp 13 000 Laubbaumsetzlinge im Gerolsteiner Zukunftswald im Revier Mürlenbach-Weißenseifen koordiniert, die jungen Buchen. Foto: TV/Laura Kirwel

Seit der erste Setzling 2013 in den „Gerolsteiner Zukunftswald“ gepflanzt wurde, sind bislang knapp 46 000 Bergahorne, Edelkastanien, Traubeneichen, Wildkirschen, Weißtannen sowie Hainbuchen hinzugekommen. „Diese Baumarten kommen deutlich besser mit den prognostizierten Klimaveränderungen zurecht als Reinbestände aus Fichten oder Tannen,“ weiß Zander und fügt hinzu: „Wir bereiten durch die Aufforstung den Wald auf den Klimawandel vor und fördern zudem die botanische Vielfalt der Eifelregion.“