1. Region
  2. Vulkaneifel

Beim Unwetter in Gerolsteins Partnerstadt Digoin sind auch Störche getötet worden

Unwetterfolgen : Ein Verlust, der die Menschen in Gerolsteins Partnerstadt Digoin berührt

Beim Unwetter in der französischen Gemeinde sind auch Störche, Wahrzeichen der Stadt, getötet worden. Sie nisten traditionell auf der Kirche des Ortes.

Ein Sturm von unglaublicher Gewalt hat in der vergangenen Woche Gerolsteins französische Partnerstadt Digoin verwüstet. „Von materiellen Schäden blieb niemand verschont“, so Bürgermeister David Bême.

Besonders ging den Menschen dort der Verlust von Glücksbringern der Stadt zu Herzen, für die sie von ihren deutschen Freunden aus Gerolstein besonders beglückwünscht wurden: Weißstörche, Wahrzeichen der französischen Stadt und beliebtes Motiv auf Kunstwerken im museé de la céramique.

Ein majestätisches Vogelpaar mit seinen spitzen roten Schnäbeln und schwarz-weißem Federkleid lässt  sich in jedem Jahr im Februar/März auf dem wundervollen Kirchturm der Notre Dame nieder. Als Vorboten des Frühlings, freuen sich die Bewohner der Stadt jedes Mal über ihre Ankunft.

 Die wunderschönen Stelzenvögel schätzen die fruchtbare Region der Loire, die ihnen ausreichend Futter an den Kanälen und auf Weiden bietet. Auf ihrem Speiseplan stehen kleine Wassertiere und Amphibien.  In Frankreich ist der Storch eine streng geschützte Tierart, die nicht angefasst werden darf.

„Der Nachwuchs, bestehend aus zwei Jungstörchen, wurde von den golfballgroßen Hagelkörnern niedergerissen und verlor das Leben“, berichtet Gilles Lievre nach Gerolstein. „Niemand hat jemals einen so heftigen Sturm gesehen!“

Einer der Elternvögel hatte einen verletzten Flügel. Mittlerweile haben beide Altvögel wieder ihren Stammplatz bezogen.

Weißstörche haben normalerweise kein Nachgelege und nur eine Jahresbrut. Die Brutdauer beträgt etwa 33 bis 34 Tage. Deshalb ist in diesem Jahr nicht mehr mit neuem Nachwuchs zu rechnen. Alle hoffen, dass die beiden Störche auch im nächsten Jahr zu ihrem Horst auf der Notre Dame Kirche zurückkehren, sie die schlimme Katastrophe vergessen. Denn nur wenn sie den Neststandort als gut beurteilen, bleiben sie ihm treu und kommen jedes Jahr wieder.

Wie durch ein Wunder, gab es Gott sei Dank keine menschlichen Todesfälle durch das Unwetter.

Evi Linnerth, die Vorsitzende des Fördervereins für Städtepartnerschaften der Stadt Gerolstein, appelliert an die Hilfsbereitschaft der Menschen: „Wir wollen helfen, und dazu brauchen wir Ihre Hilfe: Wenn auch Sie den Menschen in Digoin mit einer Spende helfen möchten, dann können Sie dies über die Konto-Nummer des Fördervereins der Städtepartnerschaften der Stadt Gerolstein e.V.

Stichwort ‚Hagelsturm Digoin‘
IBAN: DE86 5866 0101 0007 9383 41
BIC: GENODED1BIT (Volksbank Eifel eG)“.